13-Jährige in Tauberbischofsheim seit Tagen vermisst Erste Anzeichen auf möglichen Fundort

Am Wochenende hatte es an der Tauber erste Anzeichen auf einen möglichen Fundort des Mädchens gegeben. Wasserortungshunde hatten an einer Stelle im Fluss angeschlagen.

Wasserortungshunde der DLRG haben am Samstag unabhängig voneinander an einer Stelle im Fluss angeschlagen. Das bestätigte die Polizei dem SWR.

Tauchgänge blieben ergebnislos

Daraufhin seien vier Taucher in die Tauber und hätten bei mehreren Tauchgängen unter vollstem körperlichen Einsatz das Wasser abgesucht - allerdings ohne Erfolg.

Suche wegen Hochwasser unterbrochen

Wegen des Hochwassers und der starken Strömung in der Tauber ist die intensive Suchaktion nach dem Mädchen bis auf weiteres ausgesetzt. Der Fluss werde jetzt immer wieder punktuell vom Uferbereich aus durch Polizeistreifen überprüft, hieß es.

Dauer

Nicht nur wegen der Niederschläge der vergangenen Tage gilt die Tauber im Suchbereich als tückisch und gefährlich. Sie ist dort etwa zwei Meter tief. In diesem Flussabschnitt gebe es aber auch bis zu sechs Meter tiefe Gumpen, sagte ein Polizeisprecher dem SWR Studio Heilbronn. Gumpen sind Vertiefungen in Flüssen, in denen sich Strudel bilden können.

Polizei hofft auf weitere Hinweise

Die Polizei sucht weiterhin Zeugen, denen das vermisste Mädchen am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr im Bereich der Nordbrücke in Tauberbischofsheim aufgefallen sein könnte.

Suche nach vermisstem Mädchen Rettungskräfte suchen die Tauber ab

Polizeiautos auf dem Weg zum Einsatz (Foto: SWR, Rosi Düll)
Viele Einsatzkräfte beteiligen sich an der Suche nach der 13-Jährigen Rosi Düll Bild in Detailansicht öffnen
Einsatzkräfte suchen das Tauberufer ab Bild in Detailansicht öffnen
Von dieser Brücke in Tauberbischofsheim soll die 13-Jährige gefallen sein Rosi Düll Bild in Detailansicht öffnen
Die Tauber bei Tauberbischofsheim führte damals wie heute leichtes Hochwasser Rosi Düll Bild in Detailansicht öffnen
Auch ein Hubschrauber war im Einsatz Rosi Düll Bild in Detailansicht öffnen
In Impfingen bei Tauberbischofsheim ging die Suche lange weiter Rosi Düll Bild in Detailansicht öffnen

Kind laut Zeugenaussage in die Tauber gestürzt

In der Zwischenzeit wurde das Paar noch einmal vernommen, das die 13-Jährige in den Fluss stürzen sah. Nach Angaben der Polizei wird nicht von unterlassener Hilfeleistung ausgegangen.

Ein Mann hatte am Mittwochnachmittag kurz vor 17 Uhr einen Notruf abgesetzt und angegeben, eine Person sei an einer Brücke in die Tauber gestürzt. Daraufhin lief die Suchaktion an und bald darauf hatten sich laut Polizei dann die Eltern des Mädchens gemeldet, die ihre Tochter schon vermisst hatten.

Große Betroffenheit der Anwohner

Die Bestürzung und Betroffenheit in Tauberbischofsheim und auch in Impfingen, wo gesucht wurde, sind groß:

"Es ist ein Alptraum für die Eltern - ich stell' mir das grausam vor."

Frau aus Tauberbischofsheim
Dauer

Suche läuft seit Mittwoch - mit Unterbrechungen in den Nächten

Bereits Mittwochabend bis in die Nacht hinein waren über 130 Rettungskräfte im Einsatz, um nach dem vermissten Mädchen zu suchen. Strömungstaucher suchten den kleinen Fluss ab, Rettungshunde die Umgebung am Ufer.

Fremdverschulden wird ausgeschlossen

Unklar ist, wie es zu dem möglichen Unglück kommen konnte. Fremdverschulden jedenfalls schließt die Polizei aus. Zu möglichen Hintergründen hält sich Polizeipressesprecher Gerald Olma bedeckt, aber man wolle solange weitersuchen, bis das Mädchen gefunden wird, heißt es.

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