Bürgerproteste gegen die umstrittene Bodenverbesserungsanlage in Gerlachsheim (Main-Tauber-Kreis) (Foto: SWR)

Bürgerinitiative in Gerlachsheim "Ein Dorf im Widerstand" gegen Abfallaufbereitungsanlage

Mit neuen Aktionen will die Bürgerinitiative in Lauda-Königshofen-Gerlachsheim (Main-Tauber-Kreis) weiter gegen eine umstrittene Bodenaufbereitungsanlage vorgehen.

Neben einem geplanten Tag des Widerstands werden jetzt in der Ortsdurchfahrt des Lauda-Königshöfer Stadtteils verstärkt Plakate und Transparente an den Häusern angebracht. Zuvor gab es bereits einen Runden Tisch. Laut Josef Seubert möchte die Bürgerinitiative mit der Plakataktion den Widerstand neu beleben.

Die Bürgerinitiative kämpft weiter gegen die geplante Abfallaufbereitungsanlage in Gerlachsheim (Foto: SWR)
Die Bürgerinitiative kämpft weiter gegen die geplante Abfallaufbereitungsanlage in Gerlachsheim

"Dass alle Leute, die durchfahren, sehen, hier ist ein Dorf im Widerstand. Wir müssen jetzt erst abwarten bis zum 25. März. Da wird nämlich der Moderator des Runden Tisches im Gemeinderat seinen Bericht abgeben. Und je nachdem wie der Bericht ausfällt, werden wir dann entscheiden, auf welche Art wir weiter im Widerstand aktiv sein wollen."

Josef Seubert, Bürgerinitiative Gerlachsheim

Bürger wehren sich gegen zusätzliche Belastung

Die Bodenaufbereitungsanlage in Gerlachsheim ist bereits genehmigt. Die Bürger wehren sich dagegen, da sie eine enorme Gefährdung durch den Schwerlastverkehrsehen und eine Einschränkung der Lebensqualität befürchten.

Die Abfallaufbereitungsanlage soll dazu dienen, Bodenaushub aufzubereiten und wieder in den Kreislauf zurückzuführen. Die Genehmigung gilt für eine Anlage mit 100.000 Tonnen Bodenmaterial und 50.000 Tonnen Schüttgüter. Die Anlage besteht aus einer Halle, in der Aushub-Abfälle und Schüttgüter gelagert, umgeschlagen und behandelt werden, um sie wieder als Baustoffe zu verwenden

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