Proteste im AKW Neckarwestheim (Foto: SWR)

Für einen früheren Kohleausstieg Hauk erwägt Laufzeitverlängerung für Neckarwestheim

Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) regt an, die Kernkraftwerke Neckarwestheim und Philippsburg zehn Jahre länger am Netz zu lassen als geplant - damit der Kohleausstieg schneller möglich ist.

Hauk hat damit Überlegungen der Werteunion aufgegriffen, einer konservativen Gruppierung von CDU und CSU. Man solle "zumindest darüber diskutieren, ob wir zehn Jahre früher aus der Kohle aussteigen und die Braunkohleschleudern abschalten", sagte der Minister der Deutschen Presseagentur. Im Gegenzug könne die jüngste Generation der Kernkraftwerke - Neckarwestheim und Philippsburg - zehn Jahre länger am Netz gelassen werden.

Hauk kritisiert fehlenden Mut

Er kritisierte den fehlenden Mut in der politischen Auseinandersetzung. "Wir denken gar nicht darüber nach", so der Minister.

"Für uns ist die Kernkraft abgeschlossen, das ist mental und politisch durch, und bei der Braunkohle hat man jetzt einen Kompromiss."

Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU)

Dies sei ein Fehler, denn alle Klimaziele der Bundesregierung und der grün-schwarzen Landesregierung würden verfehlt. In der Energiebranche waren die Überlegungen der Werteunion bereits auf Ablehnung gestoßen.

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