Existenzgründung in Heilbronn-Franken Gastro-Nachwuchs in den Startlöchern

Das Hotel- und Gaststättengewerbe hat zu kämpfen. Es fehlen vor allem Mitarbeiter, auch in Heilbronn-Franken. Trotzdem gibt es Menschen, die sich in dem Bereich gerne selbständig machen wollen.

Der Deutschen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA unterstützt angehende Existenzgründer mit Hilfe vom Land Baden-Württemberg und der Europäischen Union mit kostenlosen Seminaren. Eines davon war diese Woche in Neckarsulm.

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Hostel und Weinausschank

Eine Sprachwissenschaftlerin zum Beispiel möchte ein Hostel eröffnen, ein gelernter Maschinenbaumechaniker einen Weinausschank im Grünen, wo Radler und Wanderer ihr eigens Vesper genießen können.

Das sei nichts Ungewöhnliches, sagt der Leiter der DEHOGA-Akademie, Thomas Schwenck: Viele Existenzgründer kämen zwar aus der Gastro-Branche, es gebe aber auch viele Quereinsteiger, Unternehmer aus anderen Bereichen.

Dienstleister für Menschen

Wobei wohl die Erfahrung alleine nicht den Erfolg garantiert. Gutes Essen und guter Service müssen sein, aber vor allem das Drumherum muss stimmen, sagt Schwenck – und auch die Tatsache, sich bewusst zu sein, dass man in einer Dienstleistungsbranche für Menschen da sein muss. Das sei nicht immer einfach, sagt Schwenck.

Arbeit nachts und am Wochenende

Der Mitarbeitermangel im Gastro- und Hotelgewerbe ist nichts Neues. Gründe sind unter anderem lange Arbeitszeiten, vor allem nachts und am Wochenende. Auch die Bezahlung lässt meist zu Wünschen übrig.

Trotzdem möchten viele ihren Traum weiterverfolgen, auch wenn sie noch am Anfang stehen. Die Region bietet dafür gute Voraussetzungen, meint Experte Thomas Schwenck. Hier gebe es zum Beispiel Weinbau und Landwirtschaft - beides Zugpferde für regionale Gastronomie.

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