Zu wenig Fachkräfte Schwäbisch Hall wirbt spanische Erzieher an

Die Stadt Schwäbisch Hall wirbt spanische Fachkräfte für die Betreuung von Kindergartenkindern an. Weil es viel zu wenige Erzieherinnen und Erzieher gibt, will die Stadt erneut ihr Glück im Ausland suchen.

Offizielles Anwerbeplakat der Stadt Schwäbisch Hall, auf dem eine Frau und ein kleines Kind zu sehen sind (Foto: Pressestelle, SWR, Stadt Schwäbisch Hall)
Offizielles Anwerbeplakat der Stadt Schwäbisch Hall Pressestelle Stadt Schwäbisch Hall

Im Bereich Kindergarten fehlen in den insgesamt 14 städtischen Einrichtungen in Schwäbisch Hall derzeit zehn Erzieher oder Erzieherinnen. In Zukunft muss die Stadt pro Jahr 30 Stellen neu besetzen, nicht ganz die Hälfte davon kann mit selbst ausgebildeten Kräften besetzt werden, so die Prognose. Doch der Rest sei nicht aus eigener Kraft zu stemmen, sagte Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim (SPD) dem SWR Studio Heilbronn.

"Eines der wesentlichen Aufgaben mit den größten Wachstumsentwicklungen ist im Bereich der Erziehungsfachkräfte. Und diese können wir in dieser Geschwindigkeit, so stark die Nachfrage sich für uns entwickelt, nicht aus den eigenen Fachschulen aus der Nähe rekrutieren."

Hermann-Josef Pelgrim, Oberbürgermeister in Schwäbisch Hall

Fachkräfte aus dem europäischen Ausland

Deshalb entschied sich Schwäbisch Hall, wie auch schon andere Kommunen aus dem Raum Stuttgart, für den Versuch, im europäischen Ausland Fachkräfte für die Übersiedlung nach Schwäbisch Hall zu werben.

Dafür ist die Stadt eine Kooperation mit der Kolping Berufsbildung GmbH in Stuttgart eingegangen. Der Partner sucht seit drei Jahren Fachkräfte für Stuttgart. Voraussetzung für eine Bewerbung ist eine abgeschlossene, vergleichbare Ausbildung, deutsche Sprachkenntnisse werden nicht zwingend vorausgesetzt. Die könnten aufbauend in Schwäbisch Hall vermittelt werden, heißt es.

Nicht die erste Aktion

Bereits im Februar 2012 hatte der Oberbürgermeister ausländische Journalisten eingeladen und eine Anwerbeaktion für Fachkräfte aus dem Ausland ins Leben gerufen. In wenigen Tagen gingen damals rund 15.000 Bewerbungen ein, aber nur wenige Fachkräfte kamen.

Die Anwerbeaktion kostet 75.000 Euro. Dafür erhofften sich die Initiatoren dieses Mal viele qualifizierte Bewerber.

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