Wassersprenger bei der BUGA (Foto: SWR)

Der SWR auf dem Bundesgartenschau-Gelände in Heilbronn Neckarwasser für Bäume und Stauden

Jeden Mittwoch ist ein SWR Reporter mit dem Ü-Wagen vor Ort auf dem Gelände der Bundesgartenschau in Heilbronn. Diesmal ging es um ein Thema, das Landwirten und Gärtner gleichermaßen Kopfzerbrechen bereitet: Die Trockenheit.

Sommer satt - das Wetter der vergangenen Wochen freute zwar die Sonnenanbeter, Landwirte, Gartenbesitzer und Gärtner aber hatten ihre liebe Not mit Hitze und Trockenheit.

Vieles noch am Anwachsen

Auch die Macher der Bundesgartenschau (BUGA) in Heilbronn sind da keine Ausnahme: Schließlich ist hier vieles noch am Anwachsen - Bäume, deren Wurzelballen noch nicht ganz fest in der Erde verankert sind, Pflanzensamen, die stetig feucht gehalten werden müssen.

Dauer

So ein Baum braucht etwa 50 bis 100 Liter Wasser in der Woche. Die werden aber nicht mit Gießkannen herbeigeschleppt, sondern über ein ausgeklügeltes Leitungssystem aus dem Neckar abgezweigt. Damit werden mehrere Hektar Fläche über Sprinkleranlagen und Tropfschläuche bewässert. Der Neckar aber, scherzt Benn Spellenberg von der Bundesgartenschau, ist deswegen noch nicht trockengelegt.

Nur Hitzeschäden an den Bäumen

Und es scheint zu wirken. Wer über das riesige Bundesgartenschau-Gelände läuft, dem fällt auf: Es gibt momentan kaum ein Eck, das gerade nicht stetig mit Wasser versorgt wird, dafür aber grünt und blüht es überall. Ein paar wenige Blätter hängen gelb und schlaff an einigen Bäumen - das, so BUGA-Mitarbeiter Rüdiger Eckhardt, sind Hitzeschäden, von denen sich die Pflanzen wieder erholen.

Die Bundesgartenschau liegt (nicht) auf dem Trockenen

Michael Kögel mit Suse Bucher-Pinell und dem Kameramann (Foto: SWR)
Landesschau-Wetter-Reporter Michael Kögel mit Suse Bucher-Pinell von der BUGA und dem Kameramann Bild in Detailansicht öffnen
Ein Mitarbeiter bewässert die Flächen auf dem BUGA-Gelände Bild in Detailansicht öffnen
Ein wenig Handarbeit ist auch auf der BUGA beim Bewässern gefragt Bild in Detailansicht öffnen
Sprinkler halten die großen Flächen des Bundesgartenschaugeländes in Heilbronn feucht (11.6.2018) Bild in Detailansicht öffnen
Landesschau-Wetter-Reporter Michael Kögel mit dem SWR Fernsehteam Bild in Detailansicht öffnen
Das Landesschau-Wetter filmt künstliche Bewässerung auf der BUGA Bild in Detailansicht öffnen
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Auf dem BUGA-Areal ist einiges am Entstehen Bild in Detailansicht öffnen
Blick über das Gelände der BUGA Bild in Detailansicht öffnen

"Der Sommer ist extrem, ja - aber üblich, was das Wetter in den letzten Jahren angeht."

Rüdiger Eckhardt, Bundesgartenschau Heilbronn

Die Pflanzen werden zudem stetig kontrolliert. Da das riesige computergesteuerte Pumpsystem nicht alle Areale gleichzeitig bewässern kann, läuft auch nachts das Wasser durch die Schläuche.

"Das Bewässerungssystem bleibt ja über die Bundesgartenschau hinaus. Das Klima heutzutage ist so: Entweder wir haben zu viel Wasser oder zu wenig. Für das 'zu viel' sind die Seen zuständig, die es auffangen. Für das 'zu wenig' wird das Wasser über das Bewässerungssystem zu den Pflanzen gebracht."

Benn Spellenberg, Bundesgartenschau Heilbronn

Trockenheit gut für die Bauarbeiten

Des einen Leid ist des anderen Freud': Für die Bauarbeiten an den Gebäuden ist die Trockenheit gut, sagt Spellenberg: Zu viel Wasser bedeutet Matsch an den Stiefeln und teilweise stehen die Arbeiten still.

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