Ü-Wagen vor dem Bauprojekt auf der BUGA in Heilbronn (Foto: SWR)

Der SWR auf dem Bundesgartenschau-Gelände in Heilbronn Rekord-Hochhaus wächst in die Höhe

Wie jeden Mittwoch ist ein Reporter des SWR Studio Heilbronn unterwegs auf dem Bundesgartenschau-Gelände. In dieser Woche wirft er einen Blick auf das höchste Holzhaus Deutschlands, das hier entsteht.

Noch wird gehämmert und gesägt. Unzählige Bauarbeiter machen sich derzeit daran, ein über 30 Meter hohes Haus in den Himmel Heilbronns zu ziehen. Das Besondere: Es soll das höchste Holzhaus Deutschlands werden.

Kleineres Holzhaus auf der BUGA in Heilbronn (Foto: SWR)
Der kleine Bruder vom höchsten Holzhaus Deutschlands

Der aufmerksame Besucher darf sich dabei allerdings nicht von der Fassade täuschen lassen - die ist aus Aluminium. Das dient der Sicherheit und es müssen nicht jedes Jahr Holzbretter ausgetauscht werden, so Wolf-Dieter Sprenger von der Stadtsiedlung. Außerdem kann das Gebäude komplett abmontiert werden - das ist besonders nachhaltig, so der Projektmanager.

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Auch für die Tragfähigkeit ist Holz nicht das richtige Material. Da steht etwas anderes oben auf der Liste, sagt der Projektmanager: ein Stahlbeton-Kern. Damit sei auch der Brandschutz gewährleistet. Dort wo Stahlbeton verarbeitet wurde, wird später verputzt. Decken und Teile der Wände sind sichtbar aus Holz. Stahlteile, die als Verbindungselemente dienen, werden verkleidet.

"Hochhausrichtlinien gelten hier. Und die Fassaden müssen ein Mal im Jahr begutachtet werden. Wir wollen keine Holzbretter an der Fassade im zehnten Stockwerk, die man dann austauschen muss, ein Gerüst aufbauen. Deshalb hier eine Schutzfassade, die die Witterung abhält von dem Holz an sich."

Wolf-Dieter Sprenger, Stadtsiedlung Heilbronn

In den nächsten Tagen werden die Holzteile angeliefert, so wird auch der Holzhaus-Charakter erkennbar sein. Zehn Stockwerke hoch wird das Holzhaus in den Himmel ragen. Und es bekommt einen kleinen Bruder, der ist allerdings nur fünf Stockwerke hoch.

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