Borkenkäfer (Foto: SWR, SWR -)

Dem Wald geht es gar nicht gut Kreisforstamt Heilbronn plant Kahlschlag

Das Kreisforstamt Heilbronn schlägt Alarm, der Wald ist in Gefahr. Das liegt unter anderem an der Trockenheit des Bodens, aber auch an Schädlingen - informierte die Behörde bei einem Runden Tisch.

Die Hitze dieser Tage erinnert an den Sommer des vergangenen Jahres, als es wochenlang keinen Regen gab. Dürresommer nannten es die Landwirte, und auch der Wald hat schwer gelitten und leidet noch immer. Deshalb lud das Kreisforstamt Heilbronn zum Runden Tisch, um über die aktuelle Situation zu informieren - und die ist alles andere als rosig.

Dauer

Trockenheit schwächt Bäume

Die Dürre des vergangenen Jahres wurde von der Bundesregierung als nationales Schadereignis eingestuft - und die Situation in den Wäldern des Landkreises Heilbronn spiegelt die Verhältnisse im ganzen Land. Die Trockenheit hat die Bäume so geschwächt, dass der Borkenkäfer über sie herfällt wie selten zuvor.

Das einzige Mittel gegen den Borkenkäfer ist der flächendeckende Kahlschlag, und der wird in diesem Jahr sichtbarer denn je, hieß es. Weil aber die Kapazitäten fehlen, das vom Borkenkäfer befallene Holz zügig aus dem Wald zu schaffen, muss die Insekten-Keule her - auch das ist im Wald eher selten.

"Die Waldbesucher müssen das ganze Jahr über damit rechnen, dass Borkenkäferholz eingeschlagen und abtransportiert wird."

Christian Feldmann, Leiter Kreisforstamt Heilbronn

Immenser Schaden erwartet

Mal abgesehen von der zusätzlichen Arbeit für Forstleute und Waldeigentümer, der Schaden wird immens sein. Denn die schiere Masse an Holz lässt die Preise in den Keller fallen, und die Wiederaufforstung kostet.

Wie die Zukunft des Waldes angesichts der zunehmend ungewissen Klimaentwicklung aussieht, ist auch für Fachleute schwer einzuschätzen.

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