Die Auszeichnungen "European Energy Award" hängt an einer Wand im Wüstenroter Rathaus (Foto: SWR)

Das kann Gemeinde Wüstenrot steht als Energieversorger auf eigenen Beinen

Dieses Jahr ist Jubiläum in Wüstenrot - und Grund zum Feiern: Vor zehn Jahren gründete die kleine Gemeinde ihre eigene Energieversorgungsgesellschaft. Dafür gab es sogar die Auszeichnung "European Energy Award".

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Die Gemeinde Wüstenrot (Kreis Heilbronn) versorgt sich selbst mit Energie - jüngstes Beispiel sind Baumaßnahmen im Nahwärmenetz. Dafür hat der über 6.500-Einwohner-Ort kräftig gebuddelt und Rohre verlegt. Dadurch fließt das Wasser, angewärmt durch Erdwärme, zu den angeschlossenen Haushalten. Hat dieser dann eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, braucht es nichts Weiteres, um das eingehende Wasser zu erhitzen - zum Heizen und als Frischwasser.

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Ziel, so Bürgermeister Timo Wolf, ist Energieplusgemeinde zu werden. Überflüssigen Strom, der mittelfristig erzeugt wird, will die Gemeinde einmal über die eigene Energiegesellschaft vermarkten.

Plakat über das Energieversorgungskonzept an einem Gebäude (Foto: SWR)
Wüstenrot hat ein ausgezeichnetes Energiekonzept

2009 hatte der Gemeinderat die Gründung der "Energieversorgung Mainhardt-Wüstenrot" (EMW) beschlossen. Neben Wüstenrot sind die Gemeinde Mainhardt (Kreis Schwäbisch Hall) und die Stadtwerke Schwäbisch Hall daran beteiligt. Ziel der EMW ist es, eine selbstbestimmte und zukunftsweisende Energieversorgung in den Orten aufzubauen.

Für das Engagement wurde Wüstenrot mit dem "European Energy Award" ausgezeichnet. Diese Auszeichnung hat der kleine Ort zusammen mit 32 anderen Gemeinden und Städten in Baden-Württemberg inne. Verbunden ist das Ganze mit einem Klimaschutzkonzept. Das Projekt wurde von der Hochschule für Technik in Stuttgart wissenschaftlich begleitet und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit mehreren Millionen Euro gefördert.

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