Eingangstür der Volkshochschule Unterland im Shoppinghaus in Heilbronn (Foto: SWR)

Bundesregierung will für allgemeine Weiterbildung Umsatzsteuer erheben VHS Unterland kritisiert geplante Gebührenerhöhung

Die Volkshochschule Unterland in Heilbronn kritisiert den Gesetzentwurf der Großen Koalition, wodurch zukünftig VHS-Kurse deutlich teurer werden könnten. Bisher sind VHS-Kurse von der Umsatzsteuer befreit.

Wird der aktuelle Gesetzentwurf umgesetzt, könnte die bisherige Steuerbefreiung nur noch für direkt beruflich verwendbare Weiterbildungen gelten. Dies würde zu einer Rechtsunsicherheit führen, so die VHS Unterland-Direktorin Elisabeth Asche.

"In unseren Augen ist fast alles was wir machen beruflich relevant. Denn auch Seminare, die dazu führen, dass ein Mensch sich in seinen persönlichen Kompetenzen verändern kann, führen letztendlich dazu, dass er für seine berufliche Kompetenz etwas anderes zur Verfügung hat.“

Elisabeth Asche, Direktorin VHS-Unterland

Die Intention der Volkshochschulen, der ganzen Bevölkerung einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen, würde damit in Frage gestellt.

Elisabeth M. Asche (Foto: SWR, Tine Rotter)
Elisabeth Asche, Direktorin der VHS Unterland Tine Rotter

“Dieser Gesetzentwurf steht in den Augen der Volkshochschulen auch im Widerspruch zu Äußerungen der Bundesregierung, dass die Zugänge zu Weiterbildung nicht mit Hürden belegt werden sollen."

Elisabeth Asche, Direktorin VHS-Unterland

Diese Hürde würde bei einer Steuer höher werden, denn nach jetzigem Stand müsste der Kursteilnehmer die zusätzlichen Kosten bezahlen. Um den Gesetzentwurf doch noch zu verändern oder zu verhindern, setzen sich jetzt auch die Volkshochschulen ein.

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