Bürgerproteste gegen die umstrittene Bodenverbesserungsanlage in Gerlachsheim (Main-Tauber-Kreis) (Foto: SWR)

Bürgerinitiative klagt gegen umstrittenes Projekt Gericht befasst sich mit Gerlachsheimer Abfallaufbereitungsanlage

Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim (VGH) hat sich am Mittwoch mit der umstrittenen Bodenaufbereitungsanlage Gerlachsheim in Lauda-Königshofen befasst. Bürger protestieren gegen das Projekt.

Bürgerinitiave befürchtet eingeschränkte Lebensqualität

Fünf Gerlachsheimer Bürgerinnen und Bürger hatten beim VGH Klage eingereicht. Sie wollen klären lassen, ob die dritte Bebauungsplanänderung und die damit verbundene Baugenehmigung rechtens sind. Das Landratsamt hatte dem Bauunternehmen eine Anlage genehmigt - mit der dreifachen Materialmenge als ursprünglich angekündigt. Die fünf Kläger, die einer Bürgerinitiative angehören, befürchten eine Einschränkung der Lebensqualität und eine enorme Gefährdung durch den Schwerlastverkehr. Eine Entscheidung vor dem VGH in Mannheim wird am Mittwoch allerdings noch nicht erwartet.

Die Bürgerinitiative kämpft weiter gegen die geplante Abfallaufbereitungsanlage in Gerlachsheim (Foto: SWR)
Die Bürgerinitiative kämpft mit Aktionen gegen die geplante Abfallaufbereitungsanlage in Gerlachsheim (Archiv)

Plakataktionen und Runder Tisch in Gerlachsheim

Seit Monaten kämpfen einige Gerlachsheimer gegen die Bodenaufbereitungsanlage. So hängten sie zum Beispiel in der Ortsdurchfahrt des Lauda-Königshöfer Stadtteils verstärkt Plakate und Transparente an den Häusern auf. Auch einen Runden Tisch gab es bereits. Dieser hatte dem Gemeinderat von Lauda-Königshofen zwei Alternativstandorte an der B290 empfohlen.

Halle mit Abfällen und Schüttgut

Die Bodenaufbereitungsanlage in Gerlachsheim ist bereits genehmigt. Sie soll dazu dienen, Bodenaushub aufzubereiten und wieder in den Kreislauf zurückzuführen. Die Genehmigung gilt für eine Anlage mit 100.000 Tonnen Bodenmaterial und 50.000 Tonnen Schüttgüter. Die Anlage besteht aus einer Halle, in der Aushub-Abfälle und Schüttgüter gelagert, umgeschlagen und behandelt werden, um sie wieder als Baustoffe zu verwenden.

STAND