Audi Q5 Kühlergrill Fahrzeugfront mit dem Firmenlogo von Audi (Foto: SWR, Jürgen Härpfer)

Betriebsrat und Vorstand noch im Gespräch Ringen um Audi-Zukunft geht weiter

Der Autobauer Audi mit einem Sitz in Neckarsulm kämpft seit dem Dieselskandal um sein Image, mit sinkenden Absatzzahlen, Arbeitsplatzabbau und E-Auto-Diskussionen. Betriebsrat und Vorstand ringen weiter um die Zukunft.

Derzeit führen Audi-Vorstand und Betriebsrat Gespräche um die Ausrichtung der beiden deutschen Werke in Neckarsulm und Ingolstadt. Dass diese nicht reibungslos verlaufen, liegt an der Brisanz des Themas. Schließlich geht es um die Weichenstellung für die Standorte und damit verbundene Arbeitsplätze.

Stellenstreichungen bei Audi?

In Neckarsulm (Kreis Heilbronn) zum Beispiel sollen statt rund 300.000 Audis im Jahr nur 225.000 vom Band rollen. Damit verbunden steht ein Abbau von insgesamt 4.000 bis 5.000 Arbeitsplätzen in den deutschen Werken im Raum. 1.500 Stellen könnten es in Neckarsulm werden.

Audi in Neckarsulm (Foto: SWR)
Wie es mit dem Audi-Werk in Neckarsulm weitergeht, ist noch offen (Archivbild)

Audi lässt sich nicht in die Karten schauen

Spiegel-Online berichtete vergangene Woche über das Thema. Eine offizielle Bestätigung dieser Zahlen gibt es nicht von Seiten des Autobauers. Schließlich sind die Verhandlungsgespräche noch in vollem Gang. Der Neckarsulmer Betriebsrat glaubt zwar daran, dass es zu einer Einigung kommen kann, schließt aber auch ein Scheitern nicht aus.

Audi-Betriebsrat in Verhandlung

Wenn es um den Abbau von Arbeitsplätzen geht, geben sich die Betriebsräte kaum kompromissbereit. Dieser solle, falls wirklich notwendig, nur "sozialverträglich" und über die "geburtenstarken Jahrgänge" geregelt werden, sagte Betriebsratschef Rolf Klotz im Rahmen einer Veranstaltung mit über 5.000 Teilnehmern im Audi-Werk Neckarsulm vergangenen Dienstag. Gegenstand der Verhandlung seien auch weiterhin im Raum stehende Einschnitte beim Lohn sowie die Jahresprämie, die Erfolgsbeteiligung für die Mitarbeiter.

Bis Ende des Jahres soll ein Kompromiss gefunden werden zwischen der Audi-Chefetage und der Mitarbeitervertretung – zumindest das bestätigen beide offiziell.

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