Integriert in die Bundesgartenschau ist der Stadtteil Neckarbogen in Heilbronn. Ein riesiges Wohnprojekt der Zukunft (Foto: SWR)

Baumaterialien der Zukunft in Ausstellung BUGA: Durch verschiedene Stoffe im "Materiallabyrinth"

Dass die Bundesgartenschau (BUGA) mehr ist, als eine Blümchenschau, ist kaum zu übersehen. Ein Indiz dafür findet sich versteckt im dortigen Wohnviertel: das so genannte Materiallabyrinth.

Der Stadtteil Neckarbogen auf der BUGA in Heilbronn besteht derzeit noch aus 22 Mehrfamilienhäusern. Das Besondere: Sie sind in ökologischer Bauweise.

BUGA-Ausstellung zum Thema Nachhaltigkeit

Dämmstoff aus Neptun-Fasern gibt es in der Ausstellung auf der BUGA zu sehen (Foto: SWR)
Dämmstoff aus Neptunfasern gibt es in der Ausstellung auf der BUGA zu sehen Bild in Detailansicht öffnen
Kreatives auf der BUGA: Ein Kaffeetassen-Set aus Kaffeesatz Bild in Detailansicht öffnen
In der Ausstellung auf der BUGA werden auch Sneaker aus Algen gezeigt Bild in Detailansicht öffnen
Nachhaltige BUGA-Ausstellung: Gummistiefel aus Mais Bild in Detailansicht öffnen
Sitzbezug aus Ozean-Plastik in der BUGA-Ausstellung Bild in Detailansicht öffnen

Eher versteckt in einem dieser Häuser gibt es eine Ausstellung, die einen Schritt weiter geht. Sie zeigt Baumaterial der Zukunft, das derzeit noch nicht auf dem Markt ist.

Hochdämmend und reines Naturprodukt

Im Materiallabyrinth gibt es beispielsweise Neptunfasern. Hergestellt aus abgestorbenen Pflanzenfasern. Diese soll man eines Tages an Hauswände anbringen können. Die kleinen gerollten Bällchen haben viele wohl schon einmal am Mittelmeer gesehen, sagt Architektin Barbara Brakenhoff. Sie hat den Bau des neuen Wohnviertels auf der BUGA koordiniert. Neptunfasern seien ein reines Naturprodukt, hätten hochdämmende Eigenschaften und entsprächen in hohem Maße dem Brandschutz - und zwar ohne zusätzliche chemische Stoffe.


Dauer

Weiter zeigt die Ausstellung beispielsweise einen Sitzbezug aus Plastik aus dem Ozean, Gummistiefel aus Mais oder Fliesen aus Bauschutt. Wer gerne Kaffee trinkt, kann das möglicherweise eines Tages aus Bechern, hergestellt aus Kaffeesatz, tun.

Weg aus geschreddertem Porzellan

Nachhaltige Materialien kombiniert mit Ästhetik sind aber nicht nur im Materiallabyrinth auf der BUGA zu finden. So gibt es beispielsweise den Recycling-Pavillon des Landes Baden-Württemberg. Dort läuft man über einen Wegebelag , der sich wie feiner Split anfühlt und leuchtend weiß ist. Angelegt wurde er aus geschreddertem Porzellan.     

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