Konzept für Lidl-Mitarbeiter im Gemeinderat Zukunftsplan: selbstfahrender Shuttle-Bus für Bad Wimpfen

Die Schwarz-Gruppe will am Donnerstagabend dem Gemeinderat von Bad Wimpfen (Kreis Heilbronn) ihr Konzept für einen autonom fahrenden Shuttle-Kleinbus vorstellen. Ein Vorbild für so ein Konzept gibt es bereits.

In der bayerischen Gemeinde Bad Birnbach gibt es einen autonomen fahrenden Shuttle-Bus – so könnte der in Bad Wimpfen auch aussehen (Foto: Pressestelle, Gemeinde Bad Birnbach)
In der bayerischen Gemeinde Bad Birnbach gibt es bereits einen autonom fahrenden Shuttle-Bus. So ähnlich könnte es in Bad Wimpfen aussehen Pressestelle Gemeinde Bad Birnbach

Person kann im Notfall eingreifen

Der kleine autonom fahrende Shuttle-Bus könnte künftig Mitarbeiter vom Bahnhof Bad Wimpfen zum neuen Deutschlandsitz des Discounters Lidl, der zur Schwarz-Gruppe in Neckarsulm gehört, bringen. Der Bau liegt in den letzten Zügen. Demnächst sollen hier rund 1.500 Menschen ihren neuen Arbeitsplatz haben.

Das selbstfahrende Fahrzeug wäre, solange es die derzeitige Gesetzeslage vorschreibt, mit einer Person besetzt, die im Notfall eingreifen kann. Zudem wäre der Shuttle-Bus vorerst nur für die Lidl-Mitarbeiter. Bad Wimpfens Bürgermeister Claus Brechter (CDU) erhofft sich dennoch mittelfristig ein neues Verkehrsmittel für Einwohner und Touristen.

Shuttle-Bus soll kurze Entfernungen überbrücken

Der Kleinbus ohne Fahrer könnte das bestehende Mobilitätskonzept der Schwarz-Gruppe ergänzen, sagte Geschäftsführer Josef Klug dem SWR Studio Heilbronn. Mit dem autonomen Fahren könnte man kurze Entfernungen, beispielsweise vom Bahnhof zu einer nahegelegenen Arbeitsstätte, überbrücken.

"Wenn der Gemeinderat zustimmt, dann wollen wir in eine sogenannte Analysephase eintreten und die ganzen Rahmenbedingungen zusammentragen, die dann notwendig sind, um einen Start in nächster Zeit zu beginnen."

Josef Klug, Schwarz-Gruppe

Autonom fahrende Shuttle-Kleinbusse fahren hierzulande unter anderem im bayerischen Bad Birnbach. Die Fahrzeuge werden bereits in mehreren Ländern auf öffentlichen Straßen getestet. Auch deutsche Autobauer sind an dem Thema dran: Sie sammeln Daten, werten diese aus, forschen und entwickeln.

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