Der Platz vor dem künftigen SWR Studio auf der BUGA 2019 in Heilbronn ein Monat vor Eröffnung (Foto: SWR, Nicole Heidrich)

Stadt- und Gartenausstellung in Heilbronn Die Entstehung der Bundesgartenschau

Die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn war von Anfang an ein ambitioniertes Projekt. Das Besondere daran: Es ist gleichzeitig eine Stadt- und Gartenausstellung.

Als die ersten Planungen begannen, hätte sich wohl kaum ein Heilbronner vorstellen können, was hier einmal entstehen sollte: Das ehemalige Heilbronner Fruchtschuppenareal, eine Industriebrache, sollte zu einer Bundesgartenschau werden. Nicht nur zu irgendeiner, sondern einer Stadt- und Gartenausstellung in einem - und damit gleich zu einem Stadtentwicklungsprojekt.

Integriert in die Bundesgartenschau ist der Stadtteil Neckarbogen in Heilbronn. Ein riesiges Wohnprojekt der Zukunft (Foto: SWR)
Integriert in die Bundesgartenschau ist der Stadtteil "Neckarbogen" in Heilbronn. Ein riesiges Wohnprojekt der Zukunft

Startschuss für BUGA im Jahr 2013

Erstmals angedacht wurde das Projekt "Bundesgartenschau" im Jahr 2003. Besiegelt wurde das ambitionierte Vorhaben dann Ende 2007 mit der Bundesgartenschaugesellschaft. Erster Spatenstich war im Jahr 2013. Damit fiel auch der Startschuss für das auf der Bundesgartenschau eingeliederte Wohnquartier Neckarbogen. 144 Millionen Euro sollen in Maßnahmen fließen, die bleiben. Ein guter Teil davon sind Zuschüsse.

Zuvor stand das Projekt aber noch einmal in Frage: Jahr 2012 hat der Gemeinderat nocheinmal grundsätzlich über die Ausrichtung der BUGA debattiert. Denn bis zum Jahresende hätte Heilbronn die Schau ablehnen können. Es gab Räte die befürchteten, die Stadt würde sich finanziell übernehmen. Im Dezember 2012 dann entschied sich das Gremium aber endgültig für die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn.

Ausgegrabene Exponate auf der BUGA zu sehen

Seit dem ersten Spatenstich 2013 sind auf dem Gelände der BUGA 600.000 Kubikmeter Erde bewegt worden, 22 Gebäude wurden gebaut, so die Bundesgartenschaugesellschaft.

Bei den Grabungen in Neckarnähe wurden allerhand geschichtsträchtige Überreste gefunden: Blindgänger vom Luftangriff auf Heilbronn, ein Schiffswrack der ehemaligen Hafenanlage. Zu sehen sind einige Exponate auch auf der Bundesgartenschau selbst.

Teile eines Schiffswracks auf der BUGA 2019 in Heilbronn ein Monat vor Eröffnung (Foto: SWR, Nicole Heidrich)
Teile eines Schiffswracks, das bei Grabungen auf dem BUGA-Gelände gefunden wurde Nicole Heidrich

Startschuss für die BUGA ist am 17. April. Bis zum 6. Oktober soll es rund 5.000 Veranstaltungen geben. Danach aber ist die Geschichte von einer neuen Stadt noch nicht zu Ende: Der Neckarbogen soll weiter wachsen, als wichtigstes Zukunftsprojekt Heilbronns.

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