Umstrittenes Projekt in Neckarsulm Videobotschaft vor Bürgerentscheid zu B27-Anschluss

Vor dem Bürgerentscheid zum geplanten B27-Anschluss in Neckarsulm hat sich Oberbürgermeister Steffen Hertwig mit einer Videobotschaft an die Bürger gewandt. Darin kritisiert er unter anderem einen Flyer der Gegner des Projekts.

Der Flyer der Gegner enthalte irreführende Falschinformationen und fehlerhafte Darstellungen, so der Oberbürgermeister. Die Stadt habe nun ihrerseits ebenfalls einen Flyer mit Klarstellungen online gestellt. Am Sonntag können die Bürger in Neckarsulm über die Realisierung des B27-Anschlusses abstimmen.

Die Stadtverwaltung sieht in dem Projekt eine wichtige Verkehrsentlastung. Der zusätzliche Anschluss der B27 in Neckarsulm in ein künftiges neues Gewerbegebiet würde den Verkehr in der Innenstadt deutlich verringern - je nach Stadtteil bis zu 40 Prozent, so ein Gutachter in der Vergangenheit. Die Stadt geht von rund 21 Millionen Euro an Baukosten aus.

Flyer von Stadt und Gegnern

Die Gegner halten es für zu teuer und bezweifeln die gewünschten Effekte. Man gehe davon aus, dass am 22. September die Entscheidung gegen den Anschluss fällt. Denn laut Gutachten können die geplanten Kreuzungen den Verkehr in der Innenstadt nicht durchleiten.

450 Bürger sitzen beim letzten Infoabend vor dem Bürgerentscheid B27-Anschluss in der Neckarsulmer Ballei (Foto: Pressestelle, Stadt Neckarsulm)
Rund 450 Bürger kamen zum letzten Infoabend vor dem Bürgerentscheid in die Neckarsulmer Ballei (Archivbild) Pressestelle Stadt Neckarsulm

Wirtschaftsunternehmen für Anschluss

Der Neckarsulmer Oberbürgermeister Steffen Hertwig sah das bei der letzten Infoveranstaltung vor dem Bürgerentscheid anders: Er stellte dar, warum die Stadtverwaltung den Anschluss weiterhin für notwendig hält. Nämlich vor allem deshalb, um den Verkehr in der Innenstadt zu entschärfen.

Auch führende lokale Wirtschaftsunternehmen wie die Bechtle AG oder die Schwarz-Gruppe haben sich für den B27-Anschluss ausgesprochen.

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