Die Gastromeile auf der BUGA Heilbronn - hier ist nur eine Anlaufstelle, an der die Besucher verköstigt werden (Foto: SWR, Nicole Heidrich)

Anlaufschwierigkeiten in Angriff genommen BUGA-Gastronomen in Heilbronn haben nachgebessert

Zu Beginn der Bundesgartenschau (BUGA) in Heilbronn stand die Gastronomie stark in der Kritik: Unter anderem zu lange brauche das Essen, zu kurz seien die Öffnungszeiten. Man habe nachgebessert, sagen die Gastronomen nun.

Ein Besuch auf der Bundesgartenschau in Heilbronn ist für viele auch mit einem Snack oder einer größeren Mahlzeit verbunden. Einige BUGA-Besucher stimmt das Angebot auch knapp zwei Monate nach Eröffnung nicht glücklich: Eine Stunde habe man auf das Essen gewartet, sagt eine Frau, die an einem Hitzetag gekommen ist. Die Pizza sei nicht gut gewesen, stimmt ihr Mann ein. Nach der Hälfte habe er sie stehen lassen.

"Zu wenige regionale Speisen" gibt es hier, findet eine andere Besucherin. Ein Junge fand zwar durchaus gefallen an den Pommes, die seien aber viel zu teuer. Auszusetzen hätten die Menschen immer etwas, wissen die Gastronomen.

Dauer

Gastronom: BUGA-Gäste größtenteils zufrieden

Edel-Italiener Umberto Scuccia bleibt gelassen - vor allem, weil seine Gäste größtenteils zufrieden seien. Er ist einer der regionalen Gastronomen auf der Bundesgartenschau.

"Das Wetter macht bisher mit. Allen kann man es nicht recht machen, sodass alle immer zufrieden sind."

Umberto Scuccia, Gastronom

Sehr schönes oder heißes Wetter bedeutet manchmal Wartezeiten für die Gäste, sagt Scuccia und bittet um Geduld. Zudem habe man auch Änderungen vorgenommen, beispielsweise Speisen, die zu lange gedauert, haben von der Karte genommen.

Die Gastromeile auf der BUGA - auch sie steht immer wieder in der Kritik von Besuchern (Foto: SWR)
Die Gastromeile auf der BUGA - auch sie steht immer wieder in der Kritik von Besuchern

Zwischen 3.000 und 30.000 BUGA-Besucher am Tag

Gerade das Wetter oder große Veranstaltungen am Abend seien für die Caterer eine große Herausforderung. Je nachdem strömten schonmal 3.000 bis 30.000 Besucher auf das Gelände. Das immer vorherzusehen, sei schwierig. Zudem sei die Gastronomie gar nicht auf die Spitzentage ausgelegt, sagt BUGA-Chef Hanspeter Faas. Die Veranstalter rechnen dann damit, dass einige der BUGA-Besucher sich in der Heilbronner Innenstadt verköstigen.

Insgesamt sei aber nachgebessert worden bei den Gastronomen auf der Bundesgartenschau: Mehr Personal, Aufrüsten in den Küchen - und die Öffnungszeiten seien zum Beispiel nun am Eingang auf Tafeln vermerkt.

Personalprobleme im Blick

Am Anfang habe man sich erst einmal "eingrooven" müssen. Nun seien die Anlaufschwierigkeiten zumindest überwunden. Auch wenn die Personalplanung und -findung gerade für eine Gartenausstellung noch immer sehr schwierig seien, sagt auch Lutz Albrecht von Fantastic Gartenschau Catering. Er führt noch immer regelmäßig Bewerbungsgespräche für seine BUGA-Gastronomie, hat von anfangs 117 Mitarbeitern auf 137 aufgestockt - braucht aber noch mehr. Er appelliert an die Gäste, doch etwas mehr Geduld mitzubringen. 900 Tische zu bedienen, sei eine große Aufgabe.

Außerdem sei Publikum sehr unterschiedlich, von der Familie mit Kindern bis hin zu Senioren und - manche bringen viel Zeit mit, andere weniger, sagt Albrecht. BUGA-Chef Hanspeter Faas hofft einfach auf gegenseitige Rücksichtnahme von beiden Seiten.

"Ich glaube, die Gastronomie hat da ein Image-Problem, weil man automatisch sagt: Die Gastro auf der Bundesgartenschau ist teuer und funktioniert nicht. Wenn man objektiv Zahlen vergleicht, stellt man fest, das Preisniveau ist das gleiche wie in der Stadt. Dass es Probleme gibt, will man nicht wegdiskutieren. Aber ich denke, da tut manchmal ein wenig Verständnis füreinander ganz gut."

Hanspeter Faas, Geschäftsführer Bundesgartenschau Heilbronn
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