Maschinenhaus Neckarwestheim Block 1 Blick von oben beim Rückbau (Foto: SWR, Dambach, Alexander)

Anfrage an Landesregierung SPD will Klarheit über AKW Neckarwestheim II

Die Landtagsfraktion der SPD will Klarheit über die im Gemeinschaftskernkraftwerk Neckarwestheim II (GKN) erneut festgestellten Risse in über 190 Heizrohren.

In einer Anfrage an die Landesregierung will sie wissen, wie die Schäden zu bewerten sind und welche Folgen sie haben. Aus Sicht der SPD sei es bedenklich, dass im Zuge der Revision, also der jährlichen Überprüfung von Block II, schon im Jahr 2018 Risse in den Heizrohren gefunden worden waren.

Letztendlich gehe es auch um die Frage, inwieweit angesichts der Kosten und der verlängerten Abschaltung ein Weiterbetrieb bis 2022 auch wirtschaftlich sinnvoll sein kann.

Auch 2019 rissartige Schwächungen in den Rohren

Bei der aktuellen Revision im GKN in Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) wurden alle rund 16.000 Heizrohre der Dampferzeuger geprüft. Dabei seien bei 191 Rohren sicherheitstechnisch relevante rissartige Schwächungen der Wandstärke entdeckt worden, so das baden-württembergische Umweltministerium Anfang der Woche.

BUND: AKW Neckarwestheim bleibt unsicher

Laut Betreiber EnBW liegen die Wandstärken - so wörtlich - weit über den erforderlichen Mindestwerten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) dagegen fordert, Neckarwestheim dürfe nach der Revision nicht wieder ans Netz gehen.

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