Absturz in Obersontheim (Foto: SWR, Harald Holz)

Flugzeugabsturz in Obersontheim Untersuchungen am Wrack abgeschlossen

Nach dem tödlichen Absturz eines Kleinflugzeugs in Obersontheim am Dienstagabend gehen Ermittler davon aus, dass der Pilot einen Fehler machte oder es einen medizinischen Grund gab.

Ein Ultraleichtflugzeug war am Dienstagabend bei Obersontheim (Kreis Schwäbisch Hall) abgestürzt und ausgebrannt, der 66-jährige Pilot kam ums Leben. Für den Unfall dürfte entweder eine Fehlbedienung oder eine medizinische Ursache verantwortlich sein, sagte ein Sprecher der Polizei Aalen am Mittwochmittag dem SWR Studio Heilbronn. Ein Verschulden Dritter am Absturz der Maschine könne zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen dauern an.

Untersuchungen am Wrack abgeschlossen

Die Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung haben aber ihre Nachforschungen an der Absturzstelle am Mittwochnachmittag beendet. Das Wrack wird nicht eingelagert und weiter untersucht, sondern an der Absturzstelle belassen. Der Halter ist für die Bergung zuständig. Jetzt wird anhand von Fotos die Aus- und Bewertung der Unfallursache vorgenommen. Am Fluggerät entstand Totalschaden in Höhe von etwa 75.000 Euro.

Flugzeug zog steil nach oben

Nachdem Zeugen begfragt worden waren, gab es neue Details: Kurz nach dem Start zog das Flugzeug in einem steilen Winkel nach oben. Ein Fluglehrer beobachtete das und wies den 66 Jahre alten Piloten per Funk an, sein Flugzeug zu korrigieren.

Auf diese Ansprache reagierte der Pilot, der offenbar über langjährige Erfahrung verfpgte, aber mit dem Ultraleichtflugzeug zum ersten Mal in diesem Jahr flog, nicht. Unmittelbar danach kippte die Maschine mit der Front nach vorne und flog in einem steilen Winkel in Richtung Boden. Hierbei drehte sich das Ultraleichtflugzeug mehrfach und schlug kurz darauf aus etwa 60 Meter Höhe auf einer Wiese auf und geriet sofort in Brand.

Mehrere Zeugen konnten nicht mehr helfen

Der Unfallhergang wurde von mehreren Mitgliedern des örtlichen Flugvereins vom Boden aus beobachtet, berichtet die Polizei. Die Zeugen begaben sich unmittelbar nach dem Absturz mit Feuerlöschern zum brennenden Wrack, um es zu löschen. Für den Piloten kam allerdings jede Hilfe zu spät.

Als die Rettungskräfte am Dienstagabend am Absturzort ankamen, war das Flugzeug schon weitgehend ausgebrannt. Die Leiche des 66-jährigen Piloten konnte zunächst nicht geborgen werden, da eine Vorrichtung am Rettungsfallschirm noch aktiv war. Diese wurde von Spezialisten in der Nacht kontrolliert gesprengt.

Dauer

Starts und Landungen geübt

Der verunglückte Pilot hatte Dienstagabend auf dem Flugplatz Mittelfischach bei Obersontheim Starts und Landungen geübt. Der Absturz ist der zweite tödliche Unfall mit Kleinflugzeug im Kreis Schwäbisch Hall innerhalb von zwei Wochen .

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