Stadtbahn Heilbronn (Foto: SWR, Jens Nising)

Viele Ausflügler und Reisende rund um Heilbronn

9-Euro-Ticket: Kaum Probleme über Pfingsten in den Bahnen

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Das Pfingstwochenende war der erste Härtetest für die Deutsche Bahn mit dem 9-Euro-Ticket. Viele in und um Heilbronn haben das Sonderticket über Pfingsten intensiv genutzt.

Sonne statt Gewitter und Sturm, wie es vorhergesagt wurde und damit "bestes Ausflugswetter an Pfingsten", hieß es auch von der Gartenschau in Eppingen (Kreis Heilbronn). Grund genug für viele Ausflugswillige in der Region, das neue 9-Euro-Ticket für den Nahverkehr zu kaufen und das Ländle mit der Bahn zu erkunden.

Kaum Probleme mit überfüllten Zügen in Heilbronn

Während bundesweit vielerorts überfüllte Züge und Verkehrschaos gemeldet wurde, scheint gerade das in Heilbronn und Umgebung größtenteils ausgeblieben zu sein: "Der war vielleicht zur Hälfte gefüllt, der Zug", so ein Reisender am Heilbronner Bahnhof. In einer nicht-repräsentativen SWR-Umfrage am Pfingstmontag gaben beinahe alle Befragten an, das 9-Euro-Ticket vor allem an Pfingsten intensiv genutzt zu haben. Dennoch, von überfüllten Zügen hörte man nichts. Hier und da sei es zwar voll gewesen, "das war aber zu erwarten und ist völlig okay", so eine Rentnerin.

Fragen zur Fahrradmitnahme noch offen

Trotzdem ist auch die Region Heilbronn-Franken nicht ganz vom Verkehrschaos verschont geblieben. So berichtet die Hohenloher Zeitung vor allem aus Öhringen von überfüllten Zügen - Personen, die deshalb nicht mehr mitfahren durften und vor allem von Problemen bei der Fahrradmitnahme. Aufgrund der überfüllten Züge, war diese nämlich am Pfingstmontag, zumindest auf der Strecke Öhringen - Crailsheim, untersagt.

Die Fahrradmitnahme war auch Thema in der SWR-Umfrage am Pfingstmontag. Es sei nicht klar, ob und wie man in welchen Zügen das Rad mitnehmen dürfe, so eine der Befragten. Sie hätte einen Tag zuvor eine Zugreise gemacht, auch um sich zu informieren, wie das künftig mit dem geliebten Fahrrad laufen könne - eine neue Erkenntnis hat sie nicht mitgebracht. "Also gerade in Zügen, die weiter wegfahren, ist das vom Platz, auch wenn es nicht verboten ist, schon problematisch", berichtet sie.

Schon im Vorfeld miese Stimmung

Und auch im Vorfeld zum ersten 9-Euro-Ticket-Wochenende gab es Frust bei den Fahrgästen, genauer bei denen in Neckarsulm (Kreis Heilbronn). Hier wird gerade jetzt gebaut, wo vielen Menschen mit dem neuen Sonderticket ein Anreiz gemacht werden soll, die Bahn verstärkt zu nutzen. Die Strecke: gesperrt. Daher ist dort erst mal nichts mit günstigem Bahnverkehr. Stattdessen gibt es einen Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen, die aber deutlich länger brauchen als die Bahn. "Ich finde, das [ist] ein riesengroßer Mist!" So bezeichnete das eine Frau in Neckarsulm, die sagt, sie sei schwerbehindert, nutze normalerweise einen Rollator. Mit dem ist aber gerade der SEV und das ständige Umsteigen von Bus auf Bahn oder andersrum quasi unmöglich und sie kann ihn deshalb nicht nutzen.

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