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Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) plant Veränderungen beim Übergang von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen. Eltern sollen künftig zum Beispiel die Zeugnisse ihrer Kinder vorlegen – bisher wurde das nicht verlangt.

Je mehr Informationen ein Gymnasium oder eine Realschule über ihre künftigen Schüler bekommt, umso besser. So die Meinung von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Es sei im Interesse der Schüler, wenn ein Gymnasium über Stärken und Schwächen der neuen Schüler Bescheid wisse.

Eltern können Schulform frei wählen

Bislang bekommen weiterführende Schulen lediglich die sogenannte Grundschulempfehlung vorgelegt. Diese ist unverbindlich, Eltern können unabhängig davon frei entscheiden, ob ihr Kind nach der vierten Klasse auf ein Gymnasium, eine Real- oder Hauptschule wechselt. Andere Informationen dürfen bislang ohne Zustimmung der Eltern nicht weitergegeben werden. Das soll sich ändern.

Eisenmann will die Grundschulempfehlung ergänzen, zum Beispiel durch Zeugnisse. Sie orientiert sich dabei an dem Modell, das in Bayern praktiziert wird. Dies sei aber keine Wiedereinführung der verbindlichen Grundschulempfehlung, so eine Sprecherin des Kultusministeriums am Freitag.

Grün-Rot hatte verbindliche Grundschulempfehlung abgeschafft

Die grün-rote Vorgängerregierung hatte vor sieben Jahren auf Druck vieler Eltern entschieden, dass die bis dahin verbindliche Grundschulempfehlung abgeschafft wurde. Daran wollen die Grünen in der Koalition nach wie vor festhalten, sagte eine Sprecherin gegenüber dem SWR.

Im Schuljahr 2018/19 hatten 11,4 Prozent der Kinder, die auf ein Gymnasium wechselten, keine Empfehlung dafür erhalten.

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