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Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca wird in Baden-Württemberg offenbar immer besser akzeptiert. Es gebe wenig Vorbehalte etwa bei Lehrkräften und Erzieherinnen, teilte das Gesundheitsministerium mit.

"Wir haben einen deutlichen Sprung gemacht", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Montag. Man liege in absoluten Zahlen nun an dritter Stelle bundesweit, was die Verimpfung von Astrazeneca angehe. Die Nachfrage nach Terminen sei sehr hoch. Zeitweise sei an der Hotline deshalb kein Durchkommen. "In diesem Fall bitten wir darum, Geduld zu haben und es später oder in den kommenden Tagen noch einmal zu probieren", so der Sprecher.

Stuttgarter Klinikvorstand Jürgensen gegen Aufweichung der Impfreihenfolge

Stuttgarter Klinikchef Jürgensen (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Jan Steffen Jürgensen, medizinischer Vorstand des Klinikums Stuttgart. Picture Alliance

Der medizinische Vorstand des Klinikums Stuttgart, Jan Steffen Jürgensen, bestätigt die gute Akzeptanz des Astrazeneca-Impfstoffs. "Wir haben keinesfalls das Problem, dass wir volle Kühlschränke und wenige Impfbereite hätten", sagte er dem SWR. Er sehe derzeit keinen Grund, Restbestände zur Verimpfung von Personen freizugeben, die keiner Risikogruppe angehören.

Tübinger Pandemiebeauftragte Federle: Astrazeneca gewinnt Vertrauen

Tübinger Pandemie-Beauftragte Lisa Federle (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Lisa Federle, Tübinger Notärztin. Picture Alliance

Auch die Tübinger Notärztin Lisa Federle sieht seit einigen Tagen ein steigendes Interesse an Astrazeneca: "Seit das Impfen auch für Lehrer und weitere Risikopatienten wie Krebskranke geöffnet wurde, wird das sehr in Anspruch genommen" sagte sie dem SWR. Probleme mit Restbeständen gebe es deshalb im Landkreis Tübingen nicht mehr.

Dazu kommt nach Ansicht der Tübinger Pandemiebeauftragten, dass mehr Menschen Vertrauen in den Impfstoff von Astrazeneca gefasst haben: "Ich glaube, dass sich einige Menschen Gedanken machen und merken, dass sich die anfänglichen Infos nicht bestätigt haben, wonach der Astrazeneca-Impfstoff nicht schützt."

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