Paralympics, Para Ski Alpin, Damen, Slalom, sitzend, 2. Lauf im Nationalen Ski-Alpin-Zentrum: Anna-Lena Forster aus Deutschland jubelt über Platz 1. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Christoph Soeder)

Im Slalom und im Langlauf

Zwei Goldmedaillen für BW bei Paralympics: Forster und Kazmaier gewinnen

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Goldener Samstag für Baden-Württemberg: Sowohl Anna-Lena Forster im Slalom als auch Linn Kazmaier im Langlauf holten bei den Paralympics Gold. Es waren nicht ihre ersten Medaillen.

Bei den Paralympics in Peking haben Sportlerinnen aus Baden- Württemberg am Samstag weitere Medaillen geholt. Die Monoskifahrerin Anna-Lena Forster aus Radolfzell (Kreis Konstanz) gewann im Slalom und holte damit ihr zweites Gold. Kurz vorher hatte Linn Kazmaier von der Skizunft Römerstein (Kreis Reutlingen) im Skilanglauf über 10 Kilometer Gold gewonnen. Mit 15 Jahren ist Kazmaier die jüngste Goldmedaillen-Gewinnerin bei paralympischen Winterspielen.

Linn Kazmaier holt Gold im Langlauf

Linn Kazmaier holte Gold über die Mittelstrecke im Langlauf - nach zuvor dreimal Silber und einmal Bronze. Der Teenager mit Guide Florian Baumann 39,5 Sekunden Vorsprung auf die Chinesin Yue Wang und hüpfte beim Zieleinlauf mit beiden Skiern in die Luft.

"Es fühlt sich total krass an. Und ziemlich unwirklich auch"

Dass die fünfte Medaille sogar die goldene war, sei "unglaublich. Das freut mich riesig. Aber ich bin so jung, ich habe noch so viel Zeit. Es wäre kein Beinbruch, wenn ich kein Gold geholt hätte."

Zudem dachte die 15-Jährige an ihre Eltern, mit denen sie via ARD-Schalte schon kurz nach dem Sieg sprach: "Das wird eine ganz harte Nacht für sie. Sie mussten um vier Uhr aufstehen, um das Rennen zu sehen. Und nun wird sicher noch lange gefeiert."  Lionn Kazmaier wurde in Nürtingen (Kreis Esslingen) geboren und besucht ein Sportinternat in Freiburg.

Kazmaiers drei Jahre ältere Zimmergenossin Leonie Walter, die in China Gold über die Biathlon-Mittelstrecke und dreimal Bronze gewonnen hatte, war am Samstag nicht am Start. Die dritte Deutsche, Johanna Recktenwald aus St. Wendel, belegte Rang fünf.

Anna-Lena Forster siegt souverän

Bereits ihre zweite Goldmedaille errang Anna-Lena Forster aus Radolfzell - und das in eindrucksvoller Manier. Die 26 Jahre alte Monoskifahrerin kam im Slalom in der sitzenden Klasse vor Wenjing Zhang und Liu Sitong aus China ins Ziel und schrie danach ihre Freude deutlich hörbar heraus.

"Ich bin einfach nur super happy"

Forster, die in Freiburg studiert, hatte zuvor bei den Paralympics in China Gold in der Super-Kombination und zweimal Silber in der Abfahrt und im Super-G geholt. Im Riesenslalom wurde sie Vierte. Am Samstag führte die Athletin bereits nach dem ersten Durchgang souverän die Konkurrenz an. Auch im zweiten Lauf dominierte sie und jubelte bei einem Vorsprung von 2,32 Sekunden verdient über ihren insgesamt vierten Paralympicssieg. "Jetzt will ich erstmal runterkommen und entspannen", erklärte Forster. Zufriedengeben will sie sich mit ihren Erfolgen nicht: "Es gibt noch Steigerungsmöglichkeiten", merkte sie an. In vier Jahren in Italien soll es weitere Medaillen geben.

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