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Ab Montag startet der Präsenzunterricht der Klassen fünf und sechs - dabei ist kein Mindestabstand verpflichtend. Die Lehrergewerkschaft GEW sieht das ohne Teststrategie kritisch.

Die GEW kritisiert den geplanten Start in den Präsenzunterricht der Klassen fünf und sechs ab kommendem Montag. Er sei unter den jetzigen Bedingungen nicht zu verantworten: "Wir sind gespannt, ob es sich die Grünen gefallen lassen, dass Eisenmann die öffentlichen Zusagen von Kretschmann nicht einhält", sagte GEW Landeschefin Monika Stein am Dienstag. Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) habe versprochen, dass Öffnungen nur stattfinden, wenn eine klare Teststrategie vorhanden und gute Sicherheitsmaßnahmen garantiert seien. Dies sei aber nicht der Fall. "Wir brauchen zuerst weiter den Wechselunterricht", forderte Stein.

Die GEW erwartet, dass heute im Kabinett die Pläne für Schulöffnungen ohne Abstandsregelungen ab dem 15.03. korrigiert werden. Wir sind gespannt, ob es sich die Grünen gefallen lassen, dass Eisenmann die Zusagen von Kretschmann nicht einhält. https://t.co/dEBCNhJQrt

Mindestabstand in Schulen schwer umsetzbar

Eine Ministeriumssprecherin hatte am Montag bestätigt, dass wie bei den Abschlussklassen auch bei den Klassen fünf und sechs kein förmliches Abstandsgebot gelte. Zuvor hieß es von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU), dass es wichtig sei, auf Abstands- und Hygieneregeln auf den Begegnungsflächen und im Unterricht zu achten. Dies kritisierten Opposition und Lehrerverbände, da es unklar sei, wie der Präsenzunterricht ganzer Klassen mit Abstandsgebot zu organisieren wäre.

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GEW sieht Gefahr in Öffnung

"Wenn Kretschmann dies zulässt, werden in sechs Tagen in den Schulen ganze Klassen stundenlang ohne Schutz in vollen Klassenzimmern sitzen und dadurch derzeit unkalkulierbaren Gefahren ausgesetzt", kritisiert Stein. Eisenmann habe keine landesweiten Regeln vorgegeben und nicht für kommunale Teststrategien gesorgt. Stattdessen schiebe sie die Umsetzung erneut den Schulleitungen zu: "Ganze Grundschulen zu öffnen und die Klassen fünf und sechs ohne Abstand im Klassenzimmer, das funktioniert nicht." Stein erwarte, dass die grün-schwarze Regierung bei ihrer heutigen Sitzung die Pläne von Eisenmann korrigiere.

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