Kritik an Kultusministerin nach Landtagswahl

GEW-Vorsitzende: CDU-Debakel "Quittung" für Eisenmanns Schulpolitik

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Wer ist Schuld am historisch schlechten Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg? Die Schulpolitik der Kultusministerin in der Corona-Krise - findet die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW.

Monika Stein, die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), hat die Spitzenkandidatin und amtierende Kultusministerin Susanne Eisenmann für das schlechte Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg verantwortlich gemacht. Das Wahlergebnis sei auch eine Quittung für die Politik der Kultusministerin, so Stein.

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GEW-Vorsitzende sieht "großen Handlungsbedarf" bei Bildungspolitik

In der Corona-Krise habe Eisenmann "sehr vehement auf Schul- und Kita-Öffnungen gedrungen (...), ohne Rücksicht auf Inzidenzen oder sonstige Sicherheitsvorkehrungen", sagte die GEW-Landesvorsitzende. Im Gespräch mit dem SWR kritisierte Stein außerdem die weiteren Schul- und Kitaöffnungen. Seit Montag sind in Baden-Württemberg Grundschüler sowie Fünft- und Sechstklässler wieder im Präsenzunterricht. Wegen unzureichender Sicherheitsmaßnahmen seien die Lehrkräfte "der Gefahr ausgesetzt, sich anzustecken und die Schülerinnen und Schüler mindestens genauso", betonte sie.

Grundsätzlich sieht die GEW-Landesvorsitzende großen Handlungsbedarf in der Bildungspolitik in Baden-Württemberg. Das beginne bei der Wertschätzung für die Lehrkräfte, die "gerne deutlich ansteigen darf". Darüber hinaus sollte es gemeinsame Gespräche über Notwendigkeiten in den Bildungsbereichen geben, an denen Elternvertretungen, Lehrerverbände und auch das Kultusministerium teilnehmen sollten.

Stein: Koalitionsverhandlungen von Grünen abhängig

Mit welcher Regierung das in Baden-Württemberg am besten umzusetzen wäre, das hängt aus Steins Sicht von den Grünen ab: "Wenn die Grünen sich endlich der Verantwortung stellen würden und das Kultusministerium übernehmen würden, dann wäre eine gewisse Richtung vorgegeben."

Ähnlich wäre das für den Fall, dass die SPD in einer neuen Regierungskoalition das Kultusministerium übernehmen würde. "Es kommt darauf an, was die Grünen bei den Koalitionsverhandlungen ausmachen und wie wichtig ihnen das Ressort der Bildung und der Kultusbehörde wirklich ist", so Stein.

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