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In vielen Regionen Baden-Württembergs beklagen Schulkinder, Eltern und Schulleiter zu volle Busse seit Beginn des neuen Schuljahres. Jetzt reagiert das Verkehrsministerium, indem ein Sonderprogramm verlängert wird.

Das ursprünglich vorerst nur bis zu den Herbstferien angedachte Corona-Sonderprogramm für die Finanzierung zusätzlicher Schulbusse werde bis zum Ende des Jahres verlängert, wie das baden-württembergische Verkehrsministerium am Donnerstag mitteilte. "Die Corona-Infektionszahlen steigen wieder und die ersten Tage seit dem Schulbeginn zeigen, dass die Organisation des Schülertransports eine Herausforderung für die Stadt- und Landkreise ist", so Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne).

Er forderte erneut Landkreise und Städte auf, das Angebot des Landes zu nutzen und mehr Busse für den Schülertransport zu bestellen. Dieses sieht vor, die Kommunen dabei zu unterstützten, zusätzliche Schulbusse finanzieren zu können.

Verkehrsminister: Unterrichtsbeginn flexibler gestalten

Die Berichte über volle Schulbusse und stehengelassene Kinder verfolge er persönlich mit Sorge, so der Grünen-Politiker weiter. Wenn es vor Ort an Bussen und Fahrern mangele, müssten die Schulen den Unterrichtsbeginn flexibler gestalten. Hermann hatte bereits am Mittwoch die Verantwortlichen aufgefordert, tätig zu werden.

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Das Land übernimmt 80 Prozent der Kosten, die für zusätzliche Busfahrten anfallen. Diese können laut Verkehrsministerium dann bei einer Überschreitung von 100 Prozent der Sitzplätze und 40 Prozent der zulässigen Stehplätze beantragt werden. Dafür sollen bis Jahresende bis zu zehn Millionen Euro zur Verfügung stehen. Zum Schutz vor Corona-Infektionen solle mit den Verstärkerbussen verhindert werden, dass Schulkinder in den Bussen zu eng zusammenstehen.

Volle Schulbusse: Landkreise agieren unterschiedlich

Der Amtschef des Verkehrsministeriums, Uwe Lahl, berichtete indes von unterschiedlichen Vorgehensweisen der Landkreise. Das Angebot werde teils mehr, teils weniger genutzt, so Lahl. Es gebe "wundervolle Landkreise", die das Angebot des Landes annehmen, andere könnten da jetzt nachziehen. Die Kritik an fehlenden Bussen und Fahrern, die unter anderem von Verkehrsverbünden geäußert wurde, könne er nicht nachvollziehen, da gerade aus dem Tourismus Reisebusse und Fahrer zur Verfügung stehen müssten.

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