Eine FFP2-Maske liegt neben einer Tasse Kaffee. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Matthias Bein)

Wegen fortgesetzter Corona-Maßnahmen

Viele Gastronomiebetriebe in BW sehen ihre Existenz gefährdet

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Die fortgesetzten Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg bereiten vielen Gastronomiebetrieben Sorgen. Nach einer aktuellen Umfrage sehen drei von fünf Betrieben ihre Existenz gefährdert.

Die Corona-Pandemie hat die Gastronomiebranche hart getroffen. Wochenlange Schließungen, Kurzarbeit und die daraus resultierenden Umsatzrückgänge haben nach fast zwei Jahren Pandemie ihre Spuren hinterlassen. Eine aktuelle Umfrage des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga unter seinen Mitgliederinnen und Mitgliedern hat ergeben, dass rund drei von fünf Betrieben ihre wirtschaftliche Existenz als gefährdet ansehen.

Hohes Umsatzminus durch Corona-Pandemie

Im Vergleich zum Vorkrisen-Niveau Ende 2019 habe es im Dezember 2021 im Schnitt ein Umsatzminus von gut 50 Prozent gegeben, wie der Dehoga der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte. Gründe seien der Umfrage zufolge Einschränkungen durch die Corona-Verordnungen, fehlendes Veranstaltungsgeschäft und eine generell ausbleibende Nachfrage. Mehr als die Hälfte der Betriebe in Baden-Württemberg habe im Zeitraum von Dezember bis Januar Kurzarbeitergeld beantragt.

Erschwerte Situation durch strenge Corona-Maßnahmen

Staatliche Hilfsprogramme für das Gastgewerbe müssten in vollem Umfang fortgeführt werden, forderte der Verband. Denn den Betrieben machen nach wie vor die strengen Corona-Maßnahmen zu schaffen. In Baden-Württemberg gilt beispielsweise schon seit einigen Wochen die 2G-Plus-Regel. Essen gehen darf also nur, wer geimpft oder genesen ist und zusätzlich einen tagesaktuellen Test hat. Für Geboosterte, also Menschen, die die Auffrischungsimpfung bereits bekommen haben, entfällt die Testpflicht. Ab Mittwoch wird in den Innenräumen von Gastronomiebetrieben zusätzlich eine FFP2-Maskenpflicht gelten.

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