Baden-Württemberg

FDP will Gasförderung durch Fracking prüfen lassen

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Baden-Württembergs FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke kann sich angesichts hoher Energiepreise vorstellen, in Deutschland Erdgas durch die Fracking-Technologie zu gewinnen. "Wer von Putins Gas unabhängig werden will, der muss alle anderen Möglichkeiten vorurteilsfrei prüfen. Insofern kann auch Fracking nicht von vornherein ausgeschlossen werden", so Rülke gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Das wäre theoretisch in Baden-Württemberg möglich. Nach Angaben des Umweltministeriums in Stuttgart kämen dafür Tongesteine im Vorland der Schwäbischen Alb zumindest eingeschränkt infrage. Das grün-geführte Ressort lehnt Fracking mit Verweis auf mögliche negative Folgen für die Umwelt aber ab. Das Umweltministerium verwies zudem auf die rechtlichen Hürden für Fracking in Deutschland. Seit 2017 ist sogenanntes unkonventionelles Fracking in Schiefergestein in Deutschland verboten, es dürfen bundesweit höchstens vier Erprobungsmaßnahmen zu wissenschaftlichen Zwecken zugelassen werden. Das Ministerium ist sich deshalb relativ sicher: "Es ist nicht davon auszugehen, dass es in Baden-Württemberg zu Fracking-Maßnahmen zur unkonventionellen Erdgas- oder Erdölförderung kommen wird."

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