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Solidarische Landwirtschaft Ravensburg, kurz Solawi, ist ein Verein, der neue Wege bei der Produktion von Lebensmitteln geht. Für einen monatlichen Pauschalbetrag bekommen die Mitglieder frisch geerntetes Gemüse - mithelfen ist dabei durchaus erwünscht.

 Die Felder wirken etwas improvisierter als die vom Bauernhof nebenan, beobachtet SWR-Reporter Martin Hattenberger. Stolz präsentieren die Gärtner und die Mitglieder von Solawi aber ihre üppige Kürbisernte. Um die 1.500 leuchtend orange und gelbe Kürbisse liegen in einem der beiden Gewächshäuser. Mit 15 Helfern sei die Ernte schnell erledigt gewesen, erzählt Gärtnerin Sabine Maier. Die Kürbisse werden an die 143 Mitglieder des Vereins verteilt.

 

Für SWR-Reporter Martin Hattenberger ging es danach ans Mitarbeiten auf dem Blaukrautfeld. Einen "Knochenjob" nennt er die Arbeit und meint, er habe wohl kein Talent fürs Gärtnern und auch keinen grünen Daumen. Bei der Solawi komme es darauf aber nicht an, erklärt Gärtnerin Sabine Maier. Es gehe ums selber Mitanpacken, um das gemeinsame Produzieren von Gemüse und darum, zu wissen, woher die Nahrungsmittel kommen, die man isst. Also packt der Reporter weiter fest mit an.

Die meisten Felder sind um diese Zeit des Jahres bereits abgeerntet. Auf einigen Feldern gedeihen Sonnenblumen, die aber nicht gepflückt werden sollen. Sie dienen als Nahrung für Insekten, später werden sie gemulcht und in den Boden eingearbeitet, damit der Boden aufgebaut wird.

Bodenpflege ist Teil des Solawi-Konzeptes Ravensburg

Für die Stadt Ravensburg ist Solawi ein Vorzeigeprojekt. Gesunder und ökologisch aufgebauter Boden kann CO2 aufnehmen und trägt damit positiv zur CO2-Bilanz der Stadt bei, erklärt Veerle Buytaert, Leiterin des Ravensburger Umweltamtes. Das Projekt sei eine gute Möglichkeit für Bürger, sich für eine gute CO2-Bilanz der Stadt und den Klimaschutz einzusetzen.

Eindrücke von einem Erntetag bei der Solawi Ravensburg im Video:

Fotos von der Ernte bei Solawi Ravensburg

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