Der Eingang mit Holztür des Landgerichts Ravensburg (Foto: SWR, Frederike Roser)

Jahrelanger Rechtsstreit geht weiter

Zeppelin-Nachfahre scheitert mit Klage gegen Stadt Friedrichshafen

STAND

Albrecht von Brandenstein-Zeppelin ist vor dem Landgericht Ravensburg mit einer Klage gegen die Stadt Friedrichshafen gescheitert. Es ging um Forderungen von elf Millionen Euro.

In dem Zivilprozess wollte Albrecht von Brandenstein-Zeppelin Ansprüche aus einer Vergleichsvereinbarung aus dem Jahr 1923 geltend machen. Die daraus resultierenden Zahlungen wurden 1990 eingestellt, weil Brandenstein-Zeppelin im Zusammenhang mit dem Verkauf eines ZF-Aktienpakets auf diese Ansprüche verzichtet hatte, heißt es von der Stadt Friedrichshafen. Der Zeppelin-Nachfahre hatte unter anderem beklagt, dass der damalige Verkauf sittenwidrig gewesen sei und 11 Millionen Euro gefordert.

Brandenstein-Zeppelin kündigt Berufung an

Das Landgericht wies die Klage ab, da Brandenstein-Zeppelin wirksam auf Rechte aus der Vergleichsvereinbarung verzichtet habe, so die Stadt Friedrichshafen. Albrecht von Brandenstein-Zeppelin erklärte gegenüber dem SWR, dass er vor dem Oberlandesgericht Stuttgart in Berufung gehen wolle. Er glaubt, dass sich die Richter die Entscheidung nicht leicht gemacht haben. Dafür spreche auch die zweimalige Verschiebung des Urteils.

Jahrelanger Rechtsstreit setzt sich fort

Albrecht von Brandenstein-Zeppelin versucht seit Jahren, der Stadt Friedrichshafen die Kontrolle über die Zeppelin-Stiftung zu entziehen. Der Nachfahre des berühmten Luftfahrtpioniers ist der Meinung, dass die Stiftung 1947 unrechtmäßig an die Stadt Friedrichshafen ging. Aktuell läuft am Verwaltungsgerichtshof Mannheim noch ein Berufungsverfahren. Darin geht es um eine Klage auf die Wiederherstellung der alten Zeppelin-Stiftung.

STAND
AUTOR/IN