Biomüll in einer Tonne

Entsorgungsbetriebe melden erstmals Rückgang von Abfallmenge

Weniger Rest- und Biomüll in Konstanz

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Die Konstanzer Entsorgungsbetriebe (EBK) haben im vergangenen Jahr erstmals weniger Abfall als in den Jahren zuvor gesammelt. Das geht aus der Abfallstatistik 2022 hervor.

Einen ungewöhnlichen Rückgang bei Bio- und Restmüll haben die Konstanzer Entsorgungsbetriebe im vergangenen Jahr registriert. Dafür gibt es laut EBK einige Erklärungen.

Abfallbetriebe sehen verschiedene Gründe für Rückgang

Im vergangenen Jahr sind insgesamt rund 400 Kilogramm Abfall pro Person gesammelt worden, 32 Kilogramm weniger als im Vorjahr, hieß es. Dies sei außergewöhnlich - denn bisher sei die Abfallmenge immer gewachsen. Auffällig sei es vor allem beim Restmüll. Dieser ist um fünf Kilogramm pro Person im Vergleich zum Vorjahr gesunken, auf rund 123 Kilogramm, teilten die Entsorgungsbetriebe mit.

Die Gründe seien vielfältig: Unter anderem sei in der Corona-Pandemie bereits viel entrümpelt worden und es sei wohl tatsächlich Abfall vermieden worden. Auch beim Biomüll gibt es laut EBK einen Rückgang um rund zehn Prozent auf etwa 79 Kilogramm pro Kopf. Das sei wahrscheinlich durch das trockene Wetter zu erklären. Mehr Niederschlag führe zu mehr Pflanzenwachstum. Diese Pflanzen würden im Laufe des Jahres in der Biotonne entsorgt. Unverändert dagegen seien die Abfallmengen beim Gelben Sack und Altglas.

Weniger Gewicht, aber mehr Volumen bei Altpapier

Beim Altpapier setze sich ein Trend fort: Das erfasste Gewicht werde weniger, die benötigten Fahrten zum Entleeren würden mehr. Die EBK erklären dies damit, dass der Anteil schwerer Kataloge und Telefonbücher abnehme. Dafür würden mehr Verpackungs- und Versandkartons entsorgt, die mehr Platz in Anspruch nähmen.

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