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Die Zahl der Erkältungskrankheiten liegt in diesem Winter weit niedriger als üblich, sagen Ärzte der Region Bodensee-Oberschwaben. Auch Apotheker und Pharmahändler verzeichnen einen wesentlich geringeren Absatz von Erkältungsmedikamenten.

Viel weniger Menschen als normalerweise im Winter suchten in diesem Jahr ihren Arzt wegen Erkältungsbeschwerden auf. Zu Hausärzten in Vogt (Kreis Ravensburg) und Sigmaringen beispielsweise, kamen 50 bis 60 Prozent weniger Patienten mit Erkältungssymptomen. Auch die Zahl der Patienten mit anderen Infektionskrankheiten wie Durchfall, seien zurückgegangen.

Kaum Meldepflichtige Grippeerkrankungen

Als besonders erfreulich bezeichneten die Ärzte die geringe Verbreitung der meldepflichtigen Grippe in diesem Winter. Normalerweise hätte sie um diese Zeit im Jahr schon 20 Erkrankte behandelt, sagt die Sigmaringer Hausärztin Stefanie Ullrich-Colaiacomo. Dass sie bisher noch keine Grippe-Patienten hatte, führt die Ärztin auf das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes zurück.

Corona-Hygienemaßnahmen schützen auch vor Grippe, Erkältung und Magen-Darm-Infekten

Händewaschen, Maske tragen, Abstand halten - diese Maßnahmen trügen dazu bei, dass viele Infektionskrankheiten in diesem Winter nachweislich zurückgegangen seien, so der Vogter Hausarzt Hans-Otto Bürger.

"Man merkt deutlich, dass die Menschen gesünder sind."

Apotheker Claudius Götz, Ostrach

Medikamente gegen Erkältungsinfekte weniger nachgefragt

Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich beim Verbrauch von Arzneien. Apotheker in Bad Waldsee, Bad Saulgau und Ostrach sprachen von Rückgängen von 20 bis zu 50 Prozent beim Verkauf von Erkältungsmedikamenten. In vielen Apotheken sei dieser Rückgang ähnlich stark ausgeprägt, so ein Sprecher des Münchener Pharmagroßhändlers Sanacorp. Deutschlandweit habe das Unternehmen bisher nur halb so viel Erkältungsmedikamente verkauft als sonst üblich.

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