Aufgeschobene Operationen werden nachgeholt

Weniger Covid-Patienten auf Intensivstationen am Bodensee und in Oberschwaben

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Trotz der Omikron-Welle ist die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen in der Region Bodensee-Oberschwaben zuletzt gesunken. Das ergab eine SWR-Anfrage.

In den Häusern des Oberschwabenklinik-Verbunds (OSK) im Kreis Ravensburg werden derzeit fünf Covid-Patienten intensivmedizinisch betreut, das teilte der Pressesprecher des Klinikverbunds mit. Im Vergleich zum Höhepunkt der vierten Welle, Ende des vergangenen Jahres, sei das nur noch ein Drittel an Patienten.

In den Kliniken des Gesundheitsverbunds Kreis Konstanz werden momentan sechs Menschen wegen Covid-19 intensivmedizinisch behandelt. Bei den SRH-Kliniken im Kreis Sigmaringen sind aktuell noch vier Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation, zwei weniger als noch in den Monaten November oder Dezember.

Zurückgestellte Operationen werden nachgeholt

Derzeit werde die Verschnaufpause genutzt, um bislang zurückgestellte Operationen anzugehen, heißt es vom Klinikverbund OSK. Der Druck, auch andere Patienten wieder zu behandeln, sei groß, berichtet der Gesundheitsverbund Kreis Konstanz. Ob die derzeitige Situation auf den Intensivstationen bereits ein Zeichen für einen dauerhaften Rückgang ist, lasse sich derzeit noch nicht einschätzen, heißt es von den Kliniken im Kreis Sigmaringen. Frank Hinder, der Ärztliche Direktor des Hegau-Bodensee-Klinikums Singen, erwartet, dass die Corona-Zahlen weiter steigen und es damit auch zu vermehrten Krankenhausaufnahmen kommt.

"Es wird immer auch Patienten geben, die so schwer erkrankt sind, und hier sicherlich vor allem Ungeimpfte, dass sie auf die Intensivstation müssen. Aber wir erhoffen uns, dass die Welle weniger auf der Intensivstation ankommt als auf der Normalstation."

Im SWR-Interview hat sich Frank Hinder ausführlich zu der aktuellen Situation geäußert:

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