Elf Tote in den Bergen

Weiter viele Alpinunfälle in Vorarlberg

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In Vorarlberg haben die Bergunfälle in diesem Sommer leicht abgenommen. Insgesamt bewegt sich die Zahl laut einer Bilanz aber weiter auf hohem Niveau.

Die Zahl der Bergunfälle in Vorarlberg zwischen Mai und Anfang Oktober ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Das geht aus der Bilanz des österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit hervor. Insgesamt mussten Vorarlberger Rettungskräfte zu 319 Bergunfällen ausrücken und damit zu elf Unfällen weniger als im Vorjahr. Insgesamt liegt die Zahl aber knapp 30 Prozent über dem langjährigen Mittel. Elf Menschen sind bei den Unfällen in diesem Sommer ums Leben gekommen.

Mountainbike-Unfälle steigen weiter an

Die Bilanz des österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit bestätigt auch einen Trend der vergangenen Jahre. Die Zahl der Mountainbike-Unfälle nimmt weiter zu. Zwischen Mai und Oktober waren es 59, mehr als doppelt so viele wie im Zehnjahresschnitt.

Knapp 100 Schüler im Kleinwalsertal gerettet

Zu einem besonderen Einsatz kam es Anfang Juni im Kleinwalsertal. Knapp 100 Schülerinnen und Schüler sowie sechs Lehrkräfte mussten bei einer Wandertour gerettet werden. Sie hatten sich eine Route aus dem Internet ausgesucht. Anders als dort beschrieben, stellte sie sich jedoch deutlich anspruchsvoller heraus. Bei einsetzendem Regen gerieten Schüler und Lehrer zunehmend in Schwierigkeiten.

Schulklasse wandert in den Bergen
Rund 60 Bergretter und zwei Hubschrauber waren im Einsatz, um die Schülerinnen und Schüler aus ihrer Lage zu befreien.

Die Alpinpolizei appelliert an Wanderer, sich bei ihren Touren nicht zu überschätzen und bei unsicherer Lage rechtzeitig umzukehren.

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Autor/in
SWR