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Im Vorarlberger Skigebiet Damüls ist auch am Dienstagvormittag wieder viel los gewesen. Auf die Einhaltung der Corona-Regeln wurde streng geachtet. Am Wochenende musste eine größere Menschenansammlung aufgelöst werden.

Bereits um 9 Uhr war der Parkplatz an der Talstation in Damüls gut gefüllt. Die ersten Wintersportler stapften durch den Schnee in Richtung Liftstation. Der Geschäftsführer der Damülser Seilbahnen, Markus Simma, rechnet auch am Nachmittag mit vielen einheimischen Wintersportlern. Dass Gäste illegal zum Skifahren beispielsweise aus Baden-Württemberg kommen, habe man noch nicht beobachtet, so Andreas Gapp, Sprecher der Vorarlberger Bergbahnen.

Am Wochenende viele Menschen in Damüls

Am Wochenende war es in Damüls kurzzeitig zu einer Menschenansammlung an der Talstation gekommen. Sie musste aufgelöst werden. Man habe mit diesem Ansturm nicht gerechnet, so Markus Simma. In anderen Skigebieten habe noch zu wenig Schnee gelegen, weshalb sich die Gästeströme nach Damüls verlagert hätten.

Zusätzliche Beschränkungen nach Gedränge am Wochenende

Nach dem Besucheransturm sind in Damüls zusätzliche Begrenzungen eingeführt worden. Im gesamten Ski-Verbund Damüls-Mellau werden nur maximal 4.000 Gäste eingelassen. Normalerweise gebe es Platz für 13.000. Damit habe man auch einen möglichen Ansturm zu Silvester und Neujahr im Griff, so Markus Simma.

Betrieb seit dem 24. Dezember

Generell sind die Betreiber der Vorarlberger Seilbahnen mit dem Start in die Wintersaison zufrieden. Wintersportler halten sich an die Corona-Regeln, so Andreas Gapp von den Vorarlberger Seilbahnen gegenüber dem SWR. Die meisten hätten FFP2-Masken dabei. Auch die Kapazitätsgrenzen in den Gondeln führten nicht zu größeren Problemen, die Anstehzonen seien gut organisiert. Sogenannte "Winter-Codex-Ranger" würden dafür sorgen, dass Abstände eingehalten werden.

Das Land Vorarlberg weist Kritik an der Öffnung der Skigebiete trotz Corona-Lockdowns zurück. Vorarlberg habe rechtzeitig strenge Regeln aufgestellt, erklärte Christian Gantner (ÖVP), Landesrat für Tourismus und Sicherheit in Vorarlberg, gegenüber dem SWR.

Österreich öffnet Skigebiete trotz Lockdowns

Österreich ist seit dem 26. Dezember wieder im Corona-Lockdown. Trotzdem sind viele Skigebiete geöffnet, allerdings praktisch nur für Einwohner. Für Anreisende aus dem Ausland gilt eine zehntägige Quarantänepflicht, was die meisten Touristen abschreckt. Zudem sind FFP2-Masken als Mund- und Nasenschutz für alle Skifahrer über 14 Jahre vorgeschrieben, die Gondeln oder Lifte benutzen oder anstehen müssen. Die Bergbahnen befördern teils nur halb so viele Gäste, damit Abstandsregeln eingehalten werden können. Tickets sollen online gebucht werden.

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