Fischer auf einem Boot zieht Netz aus dem Bodensee (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa / Patrick Seeger)

Etikettenschwindel soll unterbunden werden

Verein will Bodenseefisch als Marke schützen

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Bodenseefische sollen künftig durch das Label "Wildfang Bodensee" gekennzeichnet werden. Das hat der Verein "Schutzgemeinschaft Bodenseefisch" beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) beantragt.

Felchen, Forelle oder Zander aus dem Bodensee sind auf den Speisekarten rund um den See beliebt. Doch weil zu wenige Fische gefangen würden, werde mit Bodenseefischen häufig Etikettenschwindel betrieben, beklagt die neu gegründete "Schutzgemeinschaft Bodenseefisch". So fanden sich laut Verein etwa im Jahr 2019 nur wenige Bodensee-Felchen in den Fischernetzen, aber auf den Speisekarten der Gastronomen rund um den Bodensee dafür zuhauf. SWR-Reporter Thorben Langwald sprach unter anderem darüber mit Bernd Kaulitzki.

Wildfang im Bodensee weltweit einzigartig

Der Schutzgemeinschaft gehören Berufsfischer, Gastronomie, Verarbeiter und Unterstützer in der Vierländerregion an. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, den Bodenseefisch aus Wildfang - gefischt mit traditionellen Fangmethoden - als weltweit einzigartig zu schützen. Zudem sollen Arten wie Hecht, Karpfen oder Rotauge besser vermarktet werden.

Patentfreigabe im kommenden Jahr erwartet

Auf der neuen Webseite bodenseefisch.eu informieren sie zudem über die Kultur der Fischerei am Bodensee, über Fische und Fangmethoden. Auch Mythen, Geschichten und Anekdoten rund um den Bodenseefisch werden dargestellt. Mit der Patentfreigabe des Labels "Wildfang Bodensee" rechnen die Vereinsmitglieder im kommenden Jahr.

Hinweis: Wir hatten zunächst berichtet, dass die "Schutzgemeinschaft Bodenseefisch" das Label "Wildfang Bodensee" beim Europäischen Patentamt als Marke schützen lassen will. Es handelt sich aber um das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO), das europaweit für den Markenschutz zuständig ist. Wir haben den Artikel korrigiert.

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SWR