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Im Fürstentum Liechtenstein hat eine Studie zur Früherkennung von Covid-19-Erkrankungen erste Ergebnisse geliefert. Ein mit Sensoren ausgestattetes Armband zeigte Infektionen bereits zwei Tage vor dem Auftreten erster Symptome an.

"Dies ist ein echter Durchbruch in der Früherkennung einer Covid-19-Infektion und damit in der Bekämpfung der Pandemie", kommentiert Lorenz Risch, der leitende Liechtensteiner Wissenschaftler die Ergebnisse der Studie. Die Studie war im Mai vergangenen Jahres gestartet. Mehr als 1.100 Probanden aus dem Fürstentum nahmen daran teil.

Armbänder ursprünglich für anderen Zweck entwickelt

Die Testpersonen trugen nachts sensorische Armbänder, die eigentlich dazu gedacht sind, die fruchtbaren Tage von Frauen zu erkennen. Gemessen werden damit unter anderem Hauttemperatur, Puls und Atmung. Erkennt die Software beispielsweise erhöhte Temperatur, wird der Träger informiert.

In 71 Prozent der Fälle habe das Armband eine Covid-19-Infektion bereits zwei Tage, bevor erste Symptome auftraten, erkannt, wie es in einer Mitteilung heißt.

Großversuch in Holland

Das Armband soll in einem von der EU finanzierten Großversuch mit über 20.000 Teilnehmenden in Holland eingesetzt werden, um Covid-19-Ansteckungen erstmals in Echtzeit zu entdecken.

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