Justizia (Foto: dpa Bildfunk, Britta Pedersen)

Taten im Raum Villingen-Schwenningen

Landgericht Konstanz: Urteile wegen Drogenhandel und Zwangsprostitution

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Fünf Männer waren Mitglieder einer rockerähnlichen Gruppe im Raum Villingen-Schwenningen und begingen diverse Straftaten. Jetzt müssen sie einige von ihnen ins Gefängnis.

Das Landgericht Konstanz hat fünf Männer wegen Zwangsprostitution und Drogenhandels zu Haft- und Bewährungsstrafen verurteilt. Vier Angeklagte erhielten Haftstrafen zwischen sieben Jahren und zwei Jahren und neun Monaten. Einer der Männer wurde zu einer Jugendstrafe verurteilt, da er zum Tatzeitpunkt jünger als 21 Jahre alt war. Er erhielt Jahr und sechs Monaten auf Bewährung. Sollte er sich wegen seiner Drogensucht behandeln lassen, wird die Vollstreckung seiner Strafe zurückgestellt.

Das Gericht sah als erwiesen an, dass die fünf Männer im Alter zwischen 23 und 33 Jahren Mitglieder einer rockerähnlichen Gruppe - den United Tribuns - im Raum Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) waren und zwischen 2020 und 2022 diverse Straftaten begingen.

Liebesbeziehungen vorgetäuscht und prostituiert

Zwei der nun Verurteilten spielten jungen Frauen Liebesbeziehungen vor und brachten sie mit systematischer Gewalt dazu, sich zu prostituierten. Die Einnahmen behielten die Männer für sich. Sie wurden deshalb wegen schwerer Zwangsprostitution und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung verurteilt. Außerdem handelten vier der fünf Männer mit Drogen im Kilobereich, darunter Marihuana und Kokain. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem schwunghaften Handel.

Weil sie geständig waren und eine Therapie machen wollen, wurden die Männer weniger hart bestraft. Die Nähe der Verurteilten zur inzwischen verbotenen Rockergruppe United Tribuns spielte im Prozess nur noch eine untergeordnete Rolle. 

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