Christiane Kragh steht strahlend neben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor einem Flugzeug auf rotem Teppich. (Foto: Pressestelle, Off Grid Europe)

Große Ehre für Christiane Kragh

Unternehmerin aus Pfullendorf mit Bundespräsident unterwegs

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Off Grid Europe ist eine kleine Firma aus Pfullendorf - aber weltweit aktiv. Gründerin Christiane Kragh durfte daher den Bundespräsidenten bei einer Reise in den Senegal begleiten.

Wenn der Bundespräsident auf Reisen geht, begleitet ihn oft eine Delegation von Menschen aus Wirtschaft und Gesellschaft. Die Plätze dafür sind rar. Doch einen Platz bekam Christiane Kragh, Gründerin und Geschäftsführerin von Off Grid Europe aus Pfullendorf (Kreis Sigmaringen). "Wir wussten von der Reise, darauf konnte man sich bewerben. Und wir sind glücklicherweise ausgewählt worden", sagte Christiane Kragh dem SWR.

Bauarbeiter mit gelben Helmen installieren eine Solaranlage und halten eine schwarze Solarzelle in den Händen. (Foto: Pressestelle, Off Grid Europe)
Arbeiter installieren eine Solaranlage von Off Grid Europe. Pressestelle Off Grid Europe

Off Grid Europe baut Solar-Anlagen für entlegene Orte

Das Unternehmen arbeitet daran, Strom aus erneuerbaren Energien auch dort verfügbar zu machen, wo es kein Stromnetz gibt. 25 Mitarbeiter arbeiten in Pfullendorf. "Dort bauen wir Container-Lösungen, die vor Ort aufgebaut werden können und den Menschen in den Dörfern Strom liefern können, auch fern von jedem Stromnetz", erklärt Christiane Kragh das Geschäftsmodell.

Im Senegal hat Off Grid an einem Projekt teilgenommen, das heute 300 Dörfern Strom liefert. Von der Reise erhoffte sie sich engere Kontakte. Eine Schwesterfirma, Off Grid Africa, arbeitet vor Ort. Christiane Kragh: "Das war super für uns, weil wir eine große Bühne hatten, uns zu präsentrieren. Wir wollen uns ja langfristig mit unserer Tochtergesellschaft Off Grid Africa dort etablieren und dafür war es wichtig, sich mal persönlich zu treffen."

Viele Männer sitzen an einem großen U-förmigen Tisch. Vorne sitzt Bundespräsident Steinmeier.  (Foto: Pressestelle, Bundesregierung/Steffen Kugler)
Bundespräsident Steinmeier bei einem Treffen mit Politikern und Wirtschaftsvertretern im Senegal. Auch die Pfullendorferin Christiane Kragh nahm an dem Treffen teil. Pressestelle Bundesregierung/Steffen Kugler

Lange Tage

Mit dem Bundespräsidenten unterwegs zu sein, sei eine große Ehre gewesen, sagt Christiane Kragh. Aber es war auch anstrengend: "Wir hatten einen sehr strammen Zeitplan von Morgens um 8:00 Uhr bis abends um 22:00 Uhr. Aber wir konnten an einem sehr spannenden Wirtschafts-Roundtable, also einem großen Treffen, teilnehmen, bei dem auch der Bundespräsident und der Präsident des Senegals dabei waren."

Vernetzung mit Entscheidern aus Wirtschaft und Politik, darum ging es der Gründerin und Unternehmerin. Dieses Ziel hat sie dort erreicht.

"Wir konnten da Türen öffnen."

Ukraine-Krise verkürzt die Reise

Von Sonntag bis Mittwoch sollte der Trip ursprünglich gehen. Doch dann kam die aktuelle politische Lage dazwischen. "Eigentlich hätten wir erst am Mittwoch zurückfliegen sollen, aber durch die Ukraine-Krise sind wir früher zurückgeflogen, damit der Bundespräsident von Deutschland aus reagieren kann", sagt Christiane Kragh im SWR-Interview.

Das gesamte Interview können Sie hier nachhören:

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