Eine Frau im Homeoffice (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Firmen in der Region Bodensee-Oberschwaben

Keine Sorge vor Rückkehr der Homeoffice-Pflicht

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Die geplante Rückkehr zur Homeoffice-Angebotspflicht im Herbst schreckt viele Unternehmen in der Region Bodensee-Oberschwaben nicht. Das Bundesarbeitsministerium arbeitet an einer entsprechenden Regelung.

Das Bundesarbeitsministerium plant für den Herbst eine Rückkehr zur Homeoffice-Pflicht. Arbeitgeber sollen dann wieder verpflichtet werden, ihren Mitarbeitern Homeoffice anzubieten. Vielen Unternehmen aus der Region Bodensee-Oberschwaben macht das bisher keine großen Sorgen, wie eine SWR-Anfrage ergab. 

SWR-Reporterin Corinna Scheller berichtet über die Haltung von Unternehmen zur möglichen Rückkehr der Homeoffice-Pflicht:

Homeoffice bleibt in vielen Bereichen weiter möglich

Generell unterstütze er die Maßnahmen der Politik, um Corona-Fallzahlen im Herbst möglichst niedrig zu halten, sagt etwa Elmar Bentele, Geschäftsführer der Brauerei Farny bei Kißlegg (Kreis Ravensburg). In einigen Bereichen seines Unternehmens, wie Marketing und Werbung, arbeiten Mitarbeiter auch aktuell teilweise von zuhause aus.

Der Friedrichshafener Motorenbauer Rolls-Royce Power Systems bietet vielen Mitarbeitern ebenfalls weiterhin Homeoffice an. Von der Stiftung Liebenau mit Sitz in Meckenbeuren (Bodenseekreis) heißt es, dass man auf eingespielte Konzepte aus den vergangenen zwei Jahren zurückgreifen könne.

Bis zu zwölf Tage im Monat von zuhause arbeiten bei Rolls-Royce

Mitarbeiter können bis zu zwölf Tage im Monat von zuhause aus arbeiten. Die Arbeit bestehe so aus einer Mischung aus mobilem Arbeiten und Präsenzzeit im Büro, sagt ein Sprecher von Rolls-Royce Power Systems. Die Präsenz im Büro habe sich in den vergangenen Monaten bewährt und habe große Vorteile, vor allem bei kreativen Prozessen und schnellen Absprachen, so der Sprecher weiter. Durch die Erfahrung der vergangen zwei Jahre, könne man aber dennoch schnell auf mobiles Arbeiten umstellen. Ähnlich sieht es auch Geschäftsführer Bentele von der Brauerei Farny.

"Vor allem in kreativen Bereichen wie Marketing und Werbung ist Homeoffice gar kein Problem."

In anderen Bereichen, wie der Technik, sei Homeoffice schwieriger. Dort müsse man die Bedingungen anpassen, wenn eine entsprechende Verordnung veröffentlicht wurde, sagt Bentele. Er halte es für sinnvoll, Maßnahmen zu ergreifen, um einen weiteren Lockdown und Schulschließungen im Winter zu verhindern.

ZF hat konzernweites Konzept entworfen

Auch ZF Friedrichshafen habe mit mobilem Arbeiten gute Erfahrungen gemacht, insbesondere in der Pandemie, heißt es vom Unternehmen. Ein konzernweites Konzept ermögliche es, dies im Arbeitsalltag dauerhaft zu integrieren und weltweit rechtliche Möglichkeiten dafür zu schaffen. Darum würde auch eine Rückkehr zur Homeoffice-Angebots-Pflicht keine Probleme bereiten.

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