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In der Serie "Ungewöhnliche Ortsnamen" ist SWR-Reporterin Bettina Ditzen im nördlichen Landkreis Konstanz unterwegs gewesen. Die Gemeinde Winterspüren hat ihr Interesse geweckt. Ob man hier den Winter besonders stark zu spüren bekommt?

Keine tausend Einwohner leben in Winterspüren (Kreis Konstanz). Ehemals selbständig, gehört Winterspüren seit 1972 zu der nur wenige Kilometer entfernten Stadt Stockach. Die Gemeinde hat einen sehr alten Ursprung. Bereits 1101 wurde sie erstmals als "Ginteres-bouron" erwähnt.

Kleiner Ort mit langer Geschichte

Franz Kempter, früher Ortsvorsteher von Winterspüren, kennt sich in der Geschichte seiner Heimatgemeinde sehr gut aus. Der 82-Jährige lebt im ältesten Haus des Orts, in dem er schon geboren wurde.

Eigener Poststempel

Das Haus der Kempters hat im 19. Jahrhundert Geschichte geschrieben. Weil Winterspüren an der damaligen Postlinie von Ulm nach Stockach lag, wurde im Haus der Kempters eine kleine Poststelle eingerichtet. Die Poststelle verfügte sogar über einen eigenen amtlichen Poststempel. Poststelle samt Stempel gibt es nicht mehr, bedauert Franz Kempter. Worauf der Name Winterspüren zurückgeht und welche wechselvolle Geschichte der kleine Ort durchgemacht hat, erzählte der ehemalige Ortsvorsteher im Gespräch mit Bettina Ditzen.

Eindrücke aus Winterspüren

Ungewöhnliche Ortsnamen: Winterspüren

Ungewöhnliche Ortsnamen: Winterspüren bei Stockach (Foto: SWR, Bettina Ditzen)
Mitte des 19. Jahrhunderts war hier die Poststelle von Winterspüren untergebracht. Bettina Ditzen Bild in Detailansicht öffnen
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Ortskern von Winterspüren Bettina Ditzen Bild in Detailansicht öffnen
Das ehemalige Rathaus war hier untergebracht. Bettina Ditzen Bild in Detailansicht öffnen
Ehemalige Rathaus-Uhr. Bettina Ditzen Bild in Detailansicht öffnen

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