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Passend zu Sturmtief Sabine haben wir für unsere Rubrik "Ungewöhnliche Ortsnamen" diese Woche Windegg aufgesucht. Wir haben uns gefragt, ob es dort wohl immer windet?

Windegg liegt drei Kilometer nördlich von Stockach im Landkreis Konstanz. Zwischen den Gemeinden Zizenhausen und Mahlspüren findet man den Ort. Genau genommen gehöre Windegg aber auch zu Hindelwangen, also zu drei Gemeinden, sagt die Mahlspürer Ortsvorsteherin Heidi Gitschier. Doch kompliziert sei es nicht mehr - anders als früher gingen nun die Kinder aus allen Ortsteilen in den gleichen Kindergarten und die gleiche Grundschule. Woher der Name Windegg kommt, weiß die Ortsvorsteherin aber nicht. Sehr windig sei es durch Sturmtief Sabine gewesen.

Windet es in Windegg mehr als anderswo?

Wolfgang Lohr findet, dass es während Sturmtief Sabine in Windegg sogar windiger war, als in Stockach. Doch auch er weiß nicht, wie es zu dem Ortsnamen kam. Dafür weiß er, wer die ersten Windegger waren: Es sind alles ehemalige Fahr-Mitarbeiter, die sich hier niedergelassen haben. Rund 250 Menschen wohnen in Windegg. Eine Dorfgaststätte, eine Autowerkstatt, ein paar kleine Firmen und den Betrieb von Wolfgang Lohr gibt es in dem kleinen Ort.

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Hightech aus Windegg

Von außen ist seine Firma ein unscheinbares Fabrikgebäude, innen stehen riesige Maschinen, mit denen Modelle gefräst werden. Mit nur zehn Mitarbeitern stellt sie wichtige Einzelteile für die Luft- und Raumfahrt her. Und: Ohne die Teile aus Windegg könnte Lewis Hamilton in seinem Formel-1-Wagen nicht so schnell fahren.

250 Einwohner leben in Windegg

Für Firmen in Windegg sei es schwierig, geeignete Facharbeiter zu bekommen. Trotzdem lebt der gebürtige Windegger Wolfgang Lohr gerne in Windegg. Er findet, dass es dort nur nette Menschen gibt.

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