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Für die Serie "Ungewöhnliche Ortsnamen" hat SWR-Reporter Wolfgang Wanner den Weiler Ruprechtsbruck in der Gemeinde Fronreute (Kreis Ravensburg) besucht.

Etwa hundert Einwohner hat der Ort mit dem zungenbrecherischen Namen. Der 82-jährige Anton Oelhaf ist in Ruprechtsbruck geboren. Nach der Orts-Namensherkunft gefragt, muss er aber passen. Und auch auch Wilma Kempter von der Ortsverwaltung Fronhofen kann nicht weiterhelfen. Doch interessant ist der Ort allemal und SWR-Reporter Wolfgang Wanner sieht sich gerne weiter um.

Früher landwirtschaftlich geprägt, gibt es heute keine hauptberuflichen Landwirte mehr in Ruprechtsbruck. Die beiden Gasthäuser haben längst geschlossen und von der ehemaligen Brauerei steht nur noch ein altes Ziegelgebäude am Ortsrand. Trotzdem ist für das leibliche Wohl mit einer Metzgerei und einem Bio-Gemüsebauer gesorgt. Und zur Weihnachtszeit lebt der Ort auf. Mit einem beliebten Weihnachtsmarkt werden Spenden für das Kinderhospiz in Grönenbach gesammelt.

Auch wenn es in Ruprechtsbruck etwas ruhiger zugeht, so zieht es Marianne Oelhaf trotzdem nicht in die Ferne. Würde sie nicht zusammen mit ihrem Ehemann Anton zweimal im Jahr die Tochter in der Türkei besuchen, könnte sie auch immer in Ruprechtsbruck bleiben.

Ruprechtsbruck (Foto: SWR, Wolfgang Wanner)
Anton Oelhaf ist 82 Jahre alt und hat sein ganzes Leben in Ruprechtsbruck verbracht. Seine Ehefrau Marianne Oelhaf lebt seit ihrer Heirat vor 60 Jahren auch dort. Wolfgang Wanner Bild in Detailansicht öffnen
Mit öffentichen Verkehrsmitteln ist der Ort gut erreichbar. Wolfgang Wanner Bild in Detailansicht öffnen
Von der früheren Brauerei zeugt nur noch das alte Ziegelgebäude am Ortsrand. Wolfgang Wanner Bild in Detailansicht öffnen

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