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Den Gerhard-Thielcke-Naturschutzpreis erhalten in
diesem Jahr SWR-Redakteur Werner Eckert und die Konstanzer Gruppe von "Fridays for Future". Die Auszeichnungen wurden bei den Naturschutztagen in Radolfzell am Bodensee verliehen.

SWR-Redakteur Eckert sei einer der "qualifiziertesten Umweltjournalisten in der deutschen Medienlandschaft", erklärte die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender. Mit seinem Podcast "Klimazentrale", den er mit Tobias Koch erstellt, schaffe er es, Klima- und Umweltthemen für ein großes Publikum spannend und interessant zu machen. Eckert leitet beim SWR die Redaktion "Umwelt und Ernährung" in Mainz.

Eckert setzt auf Aufklärung

"Umweltthemen haben mich schon immer fasziniert. Kein Problem kann isoliert betrachtet werden, sondern ist immer ein Querschnitt aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Die Themen betreffen jeden einzelnen", erklärte Werner Eckert. "Ich bin nicht getrieben von dem Gedanke, Politikern zu sagen, wie sie ihren Job besser machen sollen. Ich sehe meine Arbeit darin, Dinge in Relation zu setzen und zu erklären."

"Klimanotstand" auch dank "Fridays for future"

An der Fridays-for-Future-Gruppe in Konstanz lobte Dahlbender, dass sie Druck auf Politiker in Konstanz ausgeübt habe. Infolge habe die Stadt als erste Kommune in Deutschland den Klimanotstand ausgerufen. Nun müsse jede Entscheidung des Gemeinderats auf ihre Klimarelevanz geprüft werden.

Die mit 1.000 Euro dotierte Ehrung wird seit 2006 alle zwei Jahre durch den BUND-Landesvorstand Baden-Württemberg vergeben. Namensgeber des Preises ist der BUND-Mitbegründer und langjährige BUND-Landesvorsitzende Gerhard Thielcke aus Radolfzell am Bodensee.

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