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Am Bodensee verbieten immer mehr Kommunen den Zugang zu den Uferpromenaden oder schränken den Aufenthalt dort ein, weil sie am Wochenende mit vielen Ausflugsgästen rechnen.

Die guten Wetteraussichten werden viele Menschen ins Freie locken. Städte und Gemeinden haben deshalb vorsorglich Betretungsverbote für besonders beliebte Plätze ausgesprochen. Der Mindestabstand könne bei zu vielen Besuchern nicht mehr sichergestellt werden, so die Befürchtungen der Kommunen.

Vorsorgliche Sperrung von beliebten Uferpromenaden

Im Laufe der Woche hatte die Stadtverwaltung Überlingen als erste ein Betretunsverbot für die Uferpromenade an Wochenenden ausgesprochen. Die Bodensee-Gemeinden Bodman-Ludwigshafen und Sipplingen folgten.

Friedrichshafen schränkt Aufenthalt am See ein

In Friedrichshafen ist das Spazierengehen auf der Uferpromenade noch erlaubt. Verboten ist allerdings das Sitzen auf den Bänken, Mauern und Treppen am See. So soll verhindert werden, dass sich mehr als zwei Personen treffen.

Kontrolle mit berittener Polizei in Konstanz und Radolfzell

Die Polizei wird am Wochenende überall verstärkt kontrollieren. In Radolfzell und Konstanz wird sie sogar von der Reiterstaffel aus Stuttgart unterstützt. In den beiden Städten werden ebenfalls besonders beliebte Treffpunkte am See- und Rheinufer kontrolliert.

Berittene Polizei kontrollierte im Frühjahr öffentliche Plätze in Konstanz (Foto: SWR, Eichenhofer (Archivbild))
Die langen Bodensee- und Rheinuferbereiche in Konstanz und Radolfzell wurden von berittener Polizei kontrolliert. Sie achtete darauf, dass auch beim Wochenendspaziergang der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wurde. Eichenhofer (Archivbild) Bild in Detailansicht öffnen
Küssen geht nicht mehr am Grenzzaun zwischen Konstanz und Kreuzlingen. Weil sich zu viele Menschen dort verabredet haben und dabei den Mindestabstand nicht einhielten, ist ein zweiter Zaun aufgestellt worden. H. Eichenhofer Bild in Detailansicht öffnen
In Friedrichshafen ist das Spazierengehen auf der Uferpromenade zwar erlaubt. Verboten ist aber das Sitzen auf den Bänken, Mauern und Treppen am See. Moritz Kluthe Bild in Detailansicht öffnen
Die Parkbänke im Friedrichshafener Stadtgarten sind gesperrt worden, damit die Menschen auch beim Spaziergang im Freien auf Distanz bleiben. Moritz Kluthe Bild in Detailansicht öffnen
Die Polizei hoch zu Ross. Auch wenn sie zur Kontrolle unterwegs ist, ein schöner Anblick ist es allemal. Bild in Detailansicht öffnen

Grillen und Partys im Freien sind auch im eigenen Garten oder auf sonstigem Privatgelände untersagt, darauf weist die Polizei hin. Familien oder Hausgemeinschaften dürfen privat grillen. Ansonsten gilt weiterhin für Nicht-Familien: Draußen dürfen sich nur zwei Personen zusammen aufhalten, mit einem Mindestabstand von 1,50 Metern. Wer diese Regeln nicht einhält, muss mit einer Anzeige und einem Bußgeld rechnen.

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