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Die Landesgartenschau Überlingen hat an ihrem ersten Wochenende rund 4.000 Besucherinnen und Besucher gezählt. Damit seien die Erwartungen übertroffen worden, so die Geschäftsführung.

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Trotz des zeitweise trüben Wetters zog es viele Gartenschau-Fans auf das weitläufige Gelände. Vor allem Dauerkartenbesitzer kamen, so Geschäftsführer Roland Leitner. Am Maifeiertag seien aber auch viele Familien da gewesen, sie hätten vor allem die große Spielllandschaft am Uferpark genutzt. Der Samstag sei mit knapp 2.000 Gästen der stärkste Tag gewesen.

Schnelltest vor Ort

Gut angenommen hätten die Besucher die Corona-Schnelltest-Angebote vor Ort, auch das Buchen der Zeitfenster habe gut funktioniert. Kleinere technische Probleme hätten vereinzelt zu Verzögerungen bei den Einlasskontrollen geführt.

Sonnige Eröffnung mit Einschränkungen

Die Landesgartenschau war nach langem Warten und einem Jahr Verspätung am Freitag eröffnet worden - mit einigen coronabedingten Einschränkungen. Bei Sonnenschein und blauem Himmel betraten erste Besucher das Gelände. Es sei ein sanfter Start, sagte eine Sprecherin der Landesgartenschau. Unter den ersten Gästen waren Dauerkartenbesitzer und auch Tagesbesucher.

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Für die Eröffnung war auch der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum, Peter Hauk (CDU), gekommen. Für Überlingen sei diese Landesgartenschau eine große Chance.

"Das führt zu einem ganz neuen Flair. Damit ist die Stadt natürlich attraktiver geworden. Damit ist auch für die Besucher, die an den See kommen, Überlingen zu einem echten Highlight geworden."

Überlingens Oberbürgermeistern Jan Zeitler zeigte sich gegenüber dem SWR erleichtert, dass nun endlich gezeigt werden darf, was lange vorbereitet wurde.

"Ein tolles Angebot, um nach trostlosen Monaten jetzt wieder raus zu können und Schönes zu sehen."

Zeitler hoffe auf weitere Erleichterungen. Bis dahin gilt ein strenges Test- und Hygienekonzept. Besucherinnen und Besucher müssen einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden ist, sich vor ihrem Besuch registrieren und ein Zeitfenster für die Anreise buchen. Ausnahmen von der Testpflicht gibt es für Geimpfte oder von Covid-19 Genesene.

Besucher warten auf Eingang (Foto: SWR, Friederike Fiehler)
Am Eingang müssen Besucherinnen und Besucher einen negativen Corona-Test vorlegen. Friederike Fiehler

An den Eingängen stehen Zählampeln, die die aktuellen Besucherzahlen über Grün oder Rot dokumentieren und regeln. So müssen Besucher bei rot warten bis die Ampel wieder grün zeigt. Den Uferpark dürfen höchstens 5.000 Menschen gleichzeitig besuchen, die Villengärten 560, die Rosennobelgärten 86 und die Menzinger Gärten 114 Menschen.

Öffnung wegen Infektionsschutzgesetz

Die Gartenschau habe wegen des geänderten Infektionsschutzgesetzes öffnen können, auch wenn die Sieben-Tage-Inzidenz im Bodenseekreis über 100 liege, so die Landesgartenschau Überlingen GmbH. Grund sei, dass die Schau als botanischer Garten gelte.

Besucher am Uferpark der Landesgartenschau in Überlingen (Foto: SWR, Wolfgang Wanner)
Mit viel Abstand sind die ersten Besucherinnen und Besucher im neuen Uferpark unterwegs. Wolfgang Wanner Bild in Detailansicht öffnen
Bunte Blumengärten reihen sich zwischen der Überlinger Altstadt ein. Friederike Fiehler Bild in Detailansicht öffnen
Am Ufersteg schwimmen kleine Gärten im Bodensee. Friederike Fiehler Bild in Detailansicht öffnen
Hier können sich auch Familien mit Kindern austoben. Isabel Heine Bild in Detailansicht öffnen
Oder mal eine Pause machen, auf einer Bank mit ungewöhnlichem Design. Martin Hattenberger Bild in Detailansicht öffnen

Allerdings bleiben die Blumenhalle und andere Indoor-Ausstellungen vorerst geschlossen. Veranstaltungen sind bis Mitte Mai nicht erlaubt. Das gastronomisches Angebot gibt es nur zum Mitnehmen.

SWR-Reporterin Verena Katschker erklärt in diesem Video, warum die Veranstalter sich entschieden haben, die Landesgartenschau trotz Corona und allen Einschränkungen zu öffnen.

Eröffnung zweimal verschoben

Die 28. Landesgartenschau in Baden-Württemberg ist die erste am Bodensee. In Überlingen wurden fünf Ausstellungsbereiche in der Innenstadt und direkt am oder sogar auf dem See bepflanzt und gestaltet. Das sind der neue Uferpark, die Menzinger Gärten, die Rosenobelgärten, die ehemalige Kapuzinerkirche und die Villengärten. Teilweise waren diese zuvor nicht öffentlich zugänglich. Die Landesgartenschau sollte eigentlich vor einem Jahr starten, war aber wegen der Pandemie zweimal verschoben worden.

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