Türkisch-Islamische Gemeinde zu Ravensburg. (Foto: SWR, Karin Wehrheim)

Muslime laden zum Dialog

Tag der offenen Moschee am Bodensee und in Oberschwaben

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In mehr als 1.000 islamischen Gotteshäusern bundesweit hat am Montag der Tag der offenen Moschee stattgefunden. Die Aktion gibt es seit 25 Jahren. Auch in der Region beteiligten sich islamische Gemeinden.

Mehrere Moscheen am Bodensee und in Oberschwaben haben sich am bundesweiten Tag der offenen Moschee beteiligt. Er findet seit 1997 immer am Tag der Deutschen Einheit statt. Auch die Türkisch-Islamische Gemeinde zu Ravensburg hatte eingeladen. Am Montagnachmittag kam Integrations- und Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) zu Besuch. Dem SWR sagte Lucha, er freue sich, dass nach der Pandemie der Tag der offenen Moschee wieder gefeiert werden könne.

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Nach wie vor sei der interreligiöse und interkulturelle Dialog eines der wichtigsten Dinge, so der Minister. Grade in der jetzigen Zeit hätten viele Menschen Ängste, und da seien Botschaften des Zusammenhalts, des Öffnens, des aufeinander Zugehens wichtig. In seiner Rolle als Gesundheitsminister lobte Lucha, dass viele Moscheen während des Freitagsgebets Impfungen angeboten und sich sehr engagiert hätten.

Tag der offenen Moschee auch in Ravensburg. (Foto: SWR, Karin Wehrheim)
Tag der offenen Moschee auch in Ravensburg. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
Türkisch-Islamische Gemeinde zu Ravensburg. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
Die Gebetsnische der Mevlana-Moschee und rechts daneben die Kanzel für Predigten. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
Gemeinsam beten, aber auch plaudern und Tee trinken - das gehört zum Moschee-Besuch dazu. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
Frauen haben in der Mevlana-Moschee einen separaten Eingang - getrennt von den Männern. Sie sollten zum Gebet Kopftuch tragen. Ihr Platz ist auf der Empore des Gebetsraumes. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
Der Vorsitzende der Türkisch-Islamischen Gemeinde Ravensburg, Hamza Erdogan, Integrationsminister Manfred Lucha und der Integrationsbeauftragte der Stadt Ravensburg, Martin Diez (v.l.n.r.) Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen

Motto in diesem Jahr: "Knappe Ressourcen - große Verantwortung"

Die Islamische Gemeinschaft der Bosniaken Bodensee-Ravensburg hatte ebenfalls ihre Türen geöffnet. Ebenso wie die Moschee-Gemeinden in Konstanz und Kreuzlingen. Für die Gemeinden stehe dieser Tag der offenen Moschee für den Reichtum und die Vielfalt unserer Gesellschaft. Auch Moscheen in Bad Wurzach, Leutkirch und Wangen im Allgäu (Kreis Ravensburg), Lindau, Lindenberg (Kreis Lindau) und Friedrichshafen (Bodenseekreis) beteiligen sich. Die bundesweite Veranstaltung lief dieses Jahr unter dem Motto "Knappe Ressourcen – große Verantwortung" und beschäftigte sich mit der Energie- und Klimakrise.

Manfred Lucha (Grüne) besuchte am Tag der offenen Moschee die Türkische-Islamische Gemeinde zu Ravensburg:

Tag der offenen Moschee zum 25. Mal

Mehr als 1.000 Moscheen in ganz Deutschland bieten seit 1997 an diesem Tag Führungen, Vorträge, Ausstellungen, Informationen und Begegnungsmöglichkeiten an. Das Angebot wird jährlich von tausenden Besucherinnen und Besuchern bundesweit genutzt.

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