Ein Sturm hat in Bad Wurzach das Dach von einer Lagerhalle gerissen.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/Karl-Josef Hildenbrand)

Gebäude einsturzgefährdet, hoher Schaden

Sturm fegt Dach von Halle in Bad Wurzach

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Ein Gewittersturm hat in Oberschwaben das Dach einer Halle abgerissen. Es befand sich danach laut Polizei über hundert Meter entfernt von dem zerstörten Gebäude.

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Bei einem Sturm in Bad Wurzach (Landkreis Ravensburg) ist am Freitagabend das Dach einer Materialhalle weggefegt worden. Das Dach lag danach über hundert Meter entfernt in einem Maisfeld. Zwei Holzträger blieben senkrecht in der Erde stecken. Das teilte die Polizei Ravensburg mit. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

Ermittler melden Tornado - und korrigieren sich

Die Ermittlerinnen und Ermittler sprachen zunächst von einem Tornado, korrigierten aber ihre Meldung nach Rücksprache mit einem Wetterexperten am Samstagvormittag wieder. "Das Ergebnis bleibt dennoch erschreckend", sagte ein Sprecher.

In der SWR Aktuell-Ausgabe vom 6. August erklärt SWR-Wetterexpertin Claudia Kleinert, wie man einen Tornado an den Sturmschäden erkennt:

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Offenbar Schaden in Millionenhöhe

Nach einer ersten Schätzung belaufe sich der Schaden auf etwa eine Million Euro. Die restliche Lagerhalle wurde den Angaben zufolge komplett zerstört und sei nach Einschätzung eines Statikers teilweise einsturzgefährdet.

Wie die Polizei mitteilte, sei durch den Sturm in Bad Wurzach außerdem das Blechdach einer Maschinenhalle abgedeckt worden. Zudem seien Autos beschädigt worden, unter anderem durch einen umgestürzten Baum. In Überlingen (Bodenseekreis) stürzte ein Baum auf ein Hausdach.

Wetterdienst hatte vor starken Gewittern gewarnt

Weitere größere Schäden waren zunächst nicht bekannt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Freitagabend vor starken Gewittern mit örtlichen Blitzeinschlägen und Platzregen im Regierungsbezirk Tübingen gewarnt.

Angenehmes Sommerwetter nach der Hitze

Auf die Hitze der vergangenen Tage folgte das Hochdruckgebiet Oscar, das angenehmes Sommerwetter brachte. Nach einigen Schauern am Samstagmittag lockerte es am Nachmittag auf, wie der DWD bereits zuvor ankündigt hatte. Die Höchsttemperaturen lagen bei 24 bis 27 Grad. Kühler war es im Bergland mit 20 bis 24 Grad.

Am Sonntag wird es nach Angaben des Wetterdienstes sonnig und heiter. Nur im Bergland und im Süden bleibt es zeitweise bewölkt. Die Temperaturen steigen auf 25 bis 29 Grad. Dazu weht wie am Vortag schwacher, teils böiger Wind aus Nordost. Die Nacht zum Montag bleibt meist wolkenfrei und leitet einen sonnigen und trockenen Wochenstart ein.

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SWR