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In Konstanz sind am Dienstag rund 1.600 Studierende von Universität und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung auf die Straße gegangen, um mehr Geld vom Land zu fordern.

Derzeit wird in Stuttgart die künftige Ausstattung für alle Hochschulen im Land ausgehandelt. Anlass ist der neue Hochschulfinanzierungsvertrag, der Anfang kommenden Jahres von Land und Hochschulen unterschrieben werden soll. Pro Studierendem fehlten jedes Jahr gut 3.500 Euro. Das hat die baden-württembergische Landesrektorenkonferenz errechnet. Grund sei die seit Jahren fehlende Erhöhung der Grundfinanzierung.

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Zusätzliche Aufgaben kosten mehr Geld

Die Universitäten bräuchten, trotz der etwa an der Universität Konstanz eingeworbenen Exzellenzmittel, eine solide Grundfinanzierung, die um jährlich drei Prozent steigen müsse. Nur so seien zusätzliche Aufgaben wie die Digitalisierung von Forschung und Lehre oder Entfristungen im Mittelbau zu leisten, so die Rektorenkonferenz.

Rektoren und Studierende demonstrieren für gleiches Ziel

Die Demonstration führte durch die Konstanzer Innenstadt. Die Demonstration wurde von den Rektoren der Uni und der Hochschule Technik, Wirtschaft und Gestalten unterstützt. Kerstin Krieglstein, Rektorin der Universität Konstanz, war bei der Demonstration ebenfalls dabei. Im SWR unterstrich sie die Forderung nach mehr Geld für die Landeshochschulen.

"Wir brauchen eine angemessene Grundfinanzierung der Universitäten, und wir bilden die Mitglieder des Arbeitsmarktes der nächsten Jahrzehnte aus. Das muss auf hohem Standard sein. Sonst wird Baden-Württemberg kein Innovationsland mehr sein."

Kerstin Krieglstein, Rektorin der Uni Konstanz
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