Der Satellit Sentinel 6 in einer Halle in Ottobrunn (Foto: SWR, Helena Härle)

Vor dem Start ins All Letzte Tests für Airbus-Satellit "Sentinel" aus Immenstaad

Der bei Airbus in Immenstaad entwickelte Satellit "Sentinel 6" wird derzeit in Ottobrunn (Landkreis München) letzten Tests in Europa unterzogen. In einem Jahr soll der Ozean-Satellit ins All transportiert werden.

Bis kommenden April sollen die Tests zeigen, ob der am Bodensee gebaute Satellit den Erschütterungen beim Raketenstart oder den Extremtemperaturen im All Stand hält. Projektleiter Klaus Peter Köble von Airbus in Immenstaad (Bodenseekreis) zeigte sich zuversichtlich, dass die Testreihen erfolgreich verlaufen.

"Sentinel 6" soll Meeresspiegel beobachten

Nach dem Start ins All soll der 1,5 Tonnen schwere Satellit in einer Höhe von rund 1.400 Kilometern über der Erde Wellen und Strömungen der Ozeane sowie die Meeresspiegel erfassen. "Sentinel 6" soll Wissenschaftlern wichtige Daten liefern: Ob und wie beispielsweise küstennahe Regionen vor den steigenden Wassermassen geschützt werden müssen. Zwischen 1993 und 2018 stieg der globale Meeresspiegel jedes Jahr im Schnitt um 3,2 Millimeter.

Airbus in Immestaad baut weiteren "Sentinel 6"

Am Bodensee wird auch ein zweiter "Sentinel 6" gebaut, der 2025 ins All gebracht werden und seinen Vorgänger ablösen soll. Seit 1992 werden Meeresoberflächen mit Hilfe von Satelliten vermessen.

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